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Donnerstag, 23. April 2020 17:40

Ticker – Luxemburg

Elf Neuinfektionen, drei weitere Todesfälle

Das Coronavirus hat Luxemburg voll im Griff. Die Regierung hat weitreichende Maßnahmen beschlossen. Alle Entwicklungen und Informationen in unserem Newsticker.

Das Wichtigste in Kürze:

• Am 29. Februar wurde in Luxemburg der erste Coronavirus-Fall bestätigt. Inzwischen sind insgesamt 3665 Personen positiv getestet worden, 83 Menschen haben die Krankheit nicht überlebt.

• In mehreren Stufen hat die Regierung Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

• Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen, die Wirtschaftet leidet.


Newsticker:

Donnerstag, 23. April 2020

17:40 Uhr – Nur 11 Neuinfektionen, weitere drei Todesfälle

Das Gesundheitsministerium meldet am Mittwochabend lediglich 11 Covid-19-Neuinfektionen im Großherzogtum. Damit sind mittlerweile 3665 Coronavirus-Fälle im Land registriert.

Drei weitere Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit hat Luxemburg mittlerweile 83 Todesopfer zu beklagen.

13:57 Uhr – Bettel will, dass die EU gemeinsame Ambitionen zeigt

Am Donnerstagnachmittag findet ein europäischer Gipfel zwischen den Staats- und Regierungschefs statt, natürlich per Videokonferenz. Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel hofft, dass die Europäische Union «zeigen wird, dass sie gemeinsame Ambitionen hat», im Kampf gegen die Gesundheitskrise. Keine leichte Aufgabe so scheint es, angesichts der großen Differenzen zwischen den Ländern. «Das Hauptproblem ist, dass einige wollen, dass die EU Hilfsgelder verteilt, andere nur rückzahlbare Darlehen», sagte Bettel, der immer noch an die Möglichkeit eines Konsens glaubt.

Bettel steht auf der Seite des niederländischen Premierminister Mark Rutte, der die von den Ländern Südeuropas vorgeschlagenen Lösungen ablehnt. Insbesondere will er Corona-Bonds verhindern, da er befürchtet, dass sein Land Schulden tragen müsse, die die anderen EU-Mitglieder aufnehmen. «Ich habe gestern (Mittwoch) mit ihm telefoniert. Wir versuchen, vorwärts zu kommen, aber er muss sich auch mit seiner nationalen Politik auseinandersetzen», sagte Bettel.

10.04 Uhr – Der nationale Literaturwettbewerb wird durchgeführt

Der nationale Literaturwettbewerb 2020 wird auch dieses Jahr stattfinden, allerdings mit einer Besonderheit. Das teilte das Kulturministerium am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Werden sonst nur gedruckte Einreichungen akzeptiert, so dürfen in diesem Jahr ausnahmsweise auch digitale Manuskripte eingesendet werden. Der Einsendeschluss ist Dienstag, der 9. Juni 2020, sowohl für digitale als auch für gedruckte Einsendungen. Bei Letzteren ist das Datum des Poststempels entscheidend. Die vollständigen Regeln können hier heruntergeladen werden.

8.42 Uhr – Die Tests an symptomfreien Personen haben begonnen

Im Rahmen der «Con-Vince»-Studie haben Untersuchungen an asymptomatischen Menschen begonnen. Ziel dieser Studie ist es, die Dynamik der Ausbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung Luxemburgs zu bewerten. 1500 Personen werden ihm Rahmen der Studie auf das Vorhandensein von Anti-Körpern gegen das Virus getestet. «Ich unterzog mich einem Bluttest, einem Nasopharynx-Test und einem Wangenabstrich», erklärt Mathieu Lafond, ein Studienteilnehmer. «Es war kurz und schmerzlos, sehr professionel».

Teilnehmer, die positiv getestet wurden, aber schwache oder keine Symptome aufweisen, werden über einen Zeitraum von einem Jahr durch die Studie begleitet, ebenso wie Menschen deren Tests negativ war oder die als geheilt gelten. Das Projekt werde «genaue Daten über die Übertragung der Krankheit generieren und damit der Regierung helfen, in den kommenden Wochen wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen», heißt es auf der Website government.lu.

Mittwoch, 22. April 2020

19.20 Uhr – 36 Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle

Mit 36 neuen Covid-19-Fällen kommt das Großherzogtum nun auf 3654 Infektionen in der Corona-Krise, wie das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mitteilt.

Darüberhinaus sind zwei weitere Todesfälle zu beklagen. Insgesamt sind im Großherzogtum nun 80 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

16.35 Uhr – Neue Hilfen für Kleinst- und Kleinunternehmen

Am Mittwoch genehmigte der Regierungsrat zwei großherzogliche Verordnungsentwürfe über neue Finanzhilfen für Kleinst- und Kleinunternehmen sowie für Handwerksbetriebe. Firmen, die zwischen 10 und 20 Personen beschäftigen, können einen Zuschuss in Höhe von 12.500 Euro beantragen. Darüber hinaus wird eine Pauschalentschädigung in Höhe von 5000 Euro für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern geschaffen, die gezwungen sind, ihren Betrieb zu einzustellen, oder die im Zeitraum vom 15. April 2020 bis zum 15. Mai 2020 einen Verlust von mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes verzeichneten.

Eine zusätzliche Entschädigung in Höhe von 5000 Euro wird auch Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten gewährt, die keine Genehmigung zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit erhalten haben oder denen, die, obwohl sie eine Genehmigung zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit erhalten haben, im Zeitraum vom 15. April 2020 bis zum 15. Mai 2020 einen Verlust von mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes erlitten haben.

14.55 Uhr – Luxemburger Einzelhändler wollen schnelle Wiedereröffnung

Der Luxemburger Handelsverband (CLC) und der Modeverband fordern in einer Mitteilung vom Mittwoch, die Geschäfte des Landes rasch wieder zu öffnen. In Luxemburg sind die Bekleidungsgeschäfte seit dem 16. März wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Die Inhaber befürchten, dass sie auf der aktuellen Frühjahrskollektion sitzen bleiben und die Kunden ins Ausland abwandern. Die Händler hätten alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen getroffen, um den Schutz von Mitarbeitern und Kunden gewährleisten zu können.

Die Soforthilfe der Regierung sei «ein Tropfen auf den heißen Stein», wie es in der Mitteilung heißt: «Manche Händler haben für 100.000 Euro Ware bestellt. Die Soforthilfe beträgt 5000 Euro.» Die Verbände fordern außerdem eine Senkung der Miete für Gewerbetreibende und höhere Hilfszahlungen.

11.28 Uhr – Europäische Schule sagt Abi-Prüfungen ab

An den Europäischen Schulen in Luxemburg finden in diesem Jahr keine Abiturprüfungen statt. Dies wurde L'essentiel von einem Mitglied der Schulleitung bestätigt. Die Europäischen Schulen folgten somit nicht der Ankündigung von Bildungsminister Claude Meisch, der erst vor wenigen Tagen betont hatte, an den Abiturprüfungen in diesem Jahr festzuhalten. Demnach werde das Schuljahr an den Europäischen Schulen nach den Noten der ersten beiden Semester bewertet. «Die Schülerinnen und Schüler können die Prüfungen noch im Herbst ablegen, wenn der Durchschnitt der vorangegangenen Semester nicht ausreichen sollte. Ansonsten haben sie immer die Möglichkeit, das Jahr zu wiederholen», teilte die Schule den Eltern am Dienstagabend mit.

10.43 Uhr – Väter auf der Entbindungsstation wieder erlaubt

Ab diesem Mittwoch ist die Anwesenheit des Vaters auf der Entbindungsstation wieder erlaubt. Dies teilt das Robert-Schuman-Krankenhaus via Facebook mit. Allerdings würden Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Demnach müssen die Väter durch das Empfangszelt vor der Bohler-Klinik gehen, ihre Hände desinfizieren, eine Maske tragen und Abstand zu allen anderen halten. außerdem sei der Aufenthalt auf das Zimmer der Mutter beschränkt und die Besuche auf das Zeitfenster zwischen 10 und 19 Uhr beschränkt. Väter mit Covid-19-Symptomen oder Väter, die mit einer Person mit Covid-19-Infektion Kontakt hatten, ist der Besuch untersagt.

Dienstag, 21. April 2020

17.50 Uhr – Neuinfektionen steigen wieder deutlich, drei weitere Todesopfer

3618 Infektionen mit dem Coronavirus sind aktuell im Großherzogtum registriert, wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilt. Das sind 60 mehr als noch am Montag.

Darüberhinaus sind drei weitere Menschen an den Folgen der Infektion verstorben. Damit sind im Großherzogtum nun 78 Covid-19-Patienten gestorben.

13.59 Uhr – Der City Skyliner bleibt Luxemburg fern

Neben der abgesagten Schueberfouer hat die Stadt Luxemburg am Dienstagmorgen eine ganze Reihe von Events aufgezählt, die aufgrund der Covid-19-Pandemie ebenfalls nicht stattfinden. So werden die für den 3. Mai, den 7. Juni und den 5. Juli geplanten Flohmärkte am Knuedler abgesagt. Auch die Rencontres sans frontières am 14. Juni oder die für den 18. Juli geplante Blues'jazz-Rallye werden nicht stattfinden.

Vor allem fehlt aber auch ein ikonischer Teil, der die Luxemburger Skyline in den vergangenen Jahren immer wieder mitgeprägt hat: Der über 60 Meter hohe City Skyliner wird diesen Sommer keine Panoramen über den Großraum Luxemburg-Stadt erlauben. Bis zu 80 Personen auf einmal in einen geschlossenen Raum einzusperren, bleibt vorerst undenkbar.

14.20 Uhr – «Immer noch «weit von der Normalität entfernt»

Die Eindämmungsmaßnahmen haben positive Auswirkungen gehabt, insbesondere in den Krankenhäusern. Das erklärte Gesundheitsministerin Paulette Lenert den Abgeordneten des Gesundheitsausschusses am Dienstag. Die Gesundheitssituation sei jedoch noch immer «weit von der Normalität entfernt», sagte sie und warnte vor voreiligem Optimismus. Nur eine detaillierte Analyse werde es ermöglichen, die genauen Auswirkungen der ersten Phase der Dekonfinierung zu ermitteln und über Maßnahmen zur Einleitung der folgenden Phasen zu entscheiden, so Lenert. Die einzige Gewissheit ist, dass das Tragen von Masken «zur Routine werden muss», auch wenn keine von ihnen einen vollständigen Schutz vor dem Virus bietet.

13.43 Uhr – Justizbetrieb soll sich im Mai wieder normalisieren

Die verschiedenen luxemburgischen Gerichte organisieren sich derzeit so, dass sie im Laufe des Monats Mai zu einem normalen Betrieb zurückkehren und gleichzeitig die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung weiterhin einhalten können. Justizministerin Sam Tanson informierte sich per Videokonferenz, wie sich die Rückkehr zur Normalität realisieren ließe, nachdem die Justiz seit Beginn des Lockdowns nur in reduziertem Umfang im Einsatz ist.

Die Ministerin führte auch Gespräche mit Vertretern der Anwaltschaft, bei denen sich einige in einer prekären finanziellen Lage befinden. «Die Regierung arbeitet an Möglichkeiten zur Unterstützung dieser Anwälte», sagte Sam Tanson.

11.43 Uhr – Sterne-Koch versorgt Notaufnahme des CHEM in Esch/Alzette

Sternekoch Cyril Molard versorgt am Dienstag die Belegschaft der Notaufnahme des Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) in Esch/Alzette mit einem Mittagessen. Dies teilte Cyril Molard auf der Facebook-Seite seines Restaurants «Ma Langue Sourit» mit. Der mehrfach ausgezeichnete Küchenchef musste sein Restaurant in Moutfort aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus am 17. März schließen. Darauf, den Menschen mit seinen Kochkünsten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, möchte Molard offenbar nicht verzichten.

11.01 Uhr – Uni Luxemburg unter Attacke

Die Uni Luxemburg ist offenbar Ziel eines Hackerangriffs gewordern. Wie die Universität auf ihrer Facebookseite mitteilt, sei die Website der Hochschule das Ziel einer DDoS-Attacke geworden. Bei dieser Form des Angriffs versuchen Hacker durch eine Flut gezielter Anfragen an eine Webseite die Erreichbarkeit der Seite zu stören. Die Hochschule arbeite daran den Ausfall der Internetseite zu beheben, aus einigen Ländern funktioniere die Website derzeit.

10 Uhr – Eine Spende von 100.000 Euro an luxemburgische Krankenhäuser

Die chinesische Bank «China Everbright Bank» mit Sitz in Luxemburg hat dem Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) und den Robert-Schuman-Krankenhäusern eine Spende von 100.000 Euro überwiesen. Wie die Bank am Dienstagmorgen mitteilt, wolle sie damit das Pflegepersonal und die von Covid-19 infizierten Menschen zu unterstützen.

«Diese Spende ist eine Anerkennung der vorbildlichen Politik des Landes gegen das Coronavirus und vor allem eine Hommage an die Ärzte und Pfleger, die unermüdlich darum kämpfen, Leben zu retten. Die Spende von insgesamt 100.000 Euro ist als Geste der Solidarität mit dem luxemburgischen Volk gedacht, um, wenn auch nur in bescheidenem Maße, zu einer allmählichen Rückkehr zu einem normalen Leben beizutragen.», heißt es in der Mitteilung der Bank.

9.45 Uhr – Das Contern Comics Festival wird nicht verschoben

Dieses Jahr findet in Contern kein Comic-Festival statt. Die für den 18. und 19. Juli geplante Veranstaltung, die jeden Sommer mehrere Tausend Menschen in das Dorf lockt, kann natürlich nicht zu den geplanten Terminen stattfinden. Bekanntermaßen hat die Regierung alle Versammlungen bis Ende Juli verboten. Die Veranstaltung werde aber auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt diese Jahr stattfinden, sagte Jean-Claude Muller, Präsident des Organisationskomitees, gegenüber L'essentiel.

«Wir haben versucht, es zu verschieben, aber es stellte sich heraus, dass es sehr kompliziert war», sagte er. Zunächst einmal «ist es kompliziert, sie zu verschieben, wenn wir nicht wissen, wann wir wieder in der Lage sein werden, Veranstaltungen dieser Art zu organisieren». Solange es kein festes Datum gebe, an dem Veranstaltungen wie das CCF wieder möglich sein werden. Ein weiteres Problem bei der Suche nach einem Ersatztermin sei der Charakter der Veranstaltung als Freiluft-Event: «Es muss zu einer Zeit stattfinden, in der das Wetter schön ist, wir werden das nicht im November machen» Eine weitere Sorge sei «die Gefahr eine Bündelung im September oder Oktober, da jedes abgesagte Festival auf die gleichen Daten verschoben werden will», so Muller.

Muller erinnert außerdem an, «die Schwierigkeiten, Autoren und Buchhändler zum Festival zu bewegen, da der internationale Comic-Kalender sehr voll ist». Auch die Verkehrsbelastung durch die Veranstaltung macht den Organisatoren sorgen, so dauere das Festival zwar lediglich zwei Tage, das Dorf sei aber vier Tage lang durch den Auf- und Abbau blockiert. Das sei außerhalb der Schulferien nicht vorstellbar.

Montag, 20. April 2020

19.15 Uhr – Schueberfouer 2020 abgesagt

Die Schueberfouer wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das bestätigte Stadt-Schöffe Patrick Goldschmidt am Montag im Gemeinderat. Das jährliche Volksfest, das vom 21. August bis 9. September zum 680. Mal stattfinden sollte, fällt wie so viele Großveranstaltungen dem Coronavirus zum Opfer. Jedes Jahr zieht die Veranstaltung etwa zwei Millionen Menschen aus der gesamten Großregion an. Goldschmidt betonte, dass man sich «nicht vorstellen konnte, dass täglich 100.000 Menschen den Glacis besuchen».

Die Dienststellen der Stadt suchen derzeit nach anderen Möglichkeiten, Feierlichkeiten zu organisieren. Dabei sollen auch Fahrgeschäfte und Essensstände involviert sein, die über die Hauptstadt verstreut aufgebaut werden sollen. Auch die große Braderie am 2. September ist in Gefahr. Ob der nächste Weihnachtsmarkt wie geplant stattfinden wird, steht ebenfalls in den Sternen.

17.30 Uhr – Acht Neuinfektionen und zwei weitere Todesopfer

Mit lediglich acht neuen Infektionen gibt es nun 3558 Corona-Patienten im Großherzogtum, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilt.

Darüberhinaus sind zwei weitere Todesfälle zu beklagen. Insgesamt sind im Großherzogtum nun 75 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

15.23 Uhr – Routinemäßige Corona-Tests in den Altersheimen

In den nächsten Tagen werden rund 10.000 Corona-Testkits an die Alten- und Pflegeheime des Landes verschickt. Etwa 6000 Bewohner und 4000 Pfleger sollen damit routinemäßig auf das Virus getestet werden , wie das Laboratoire National de la Santé (LNS) am Montag ankündigt.

Gegenwärtig sind Berichten zufolge 17 Heime betroffen. 170 Bewohner wurden mit dem Virus infiziert. Durch die Tests wolle man einen Einblick in den gegenwärtigen Zustand in den Altersheimen erhalten.

In der Tat sind ältere Menschen besonders anfällig für Komplikationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Durchschnittsalter der Menschen, die in Luxemburg an Covid-19 gestorben sind, liegt bei 85 Jahren.

13.30 Uhr – Bettel verteidigt die Lockerungen

Premierminister Xavier Bettel hat den in der vergangenen Woche angekündigten Zeitplan für die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen verteidigt. «Es gibt einige, die sagen, die Lockerungen kommen zu früh, andere, sie kommen zu spät. Wir haben mit Vernunft und Vorsicht entschieden. Nun werden wir die Entwicklung genau beobachten und weiterhin Schritt für Schritt entscheiden.»

Bettel erklärte zudem, dass die vergangenen Wochen innerhalb der Regierung «zeitweise schwierig» gewesen seien. Er lobte jedoch die Teamarbeit, die gute Antizipation der Lage und die daraufhin gefällten Entscheidungen.

12.30 Uhr – Weniger «normale» Patienten in der Notaufnahme

Die Corona-Krise hat laut Marc Simon, Notarzt am CHL, zu einem Rückgang «normaler» Patienten in der Notaufnahme geführt. Patienten, die sich nicht mit dem Virus angesteckt haben, hätten das Krankenhaus gemieden: «Sie hatten einfach Angst davor, sich im Krankenhaus mit dem Virus anzustecken. Außerdem glaube ich, dass sie das Gesundheitssystem nicht zusätzlich belasten wollten. Wir hatten beispielsweise viel weniger Patienten, die sich beim Sport oder im Haushalt verletzt haben.»

9.21 Uhr – Konsumentenschutz kritisiert Fahrplan für Lockerungen

Die Vereinigung für Konsumentschutz («Union Luxembourgeoise des Consommateurs», ULC) erhebt Einwände gegen die Strategie der Regierung zur teilweisen Öffnung von Geschäften nach der Phase des Stillstandes. Das geht aus eine Pressemitteilung der ULC vom Montag hervor. Demnach sei nicht nachzuvollziehen, weshalb Baumärkte und Baustellen ihre Tätigkeit unter strengen Sicherheitsvorkehrungen aufnehmen dürften, kleinen Einzelhändlern und Friseuren jedoch diese Möglichkeit verwehrt bleibe. Nach Ansicht der Verbraucherschützer könnten diese Betriebe die Sicherheitsmaßnahmen «leichter umsetzen, als dies z.B. Supermärkten» möglich sei.

Frisörsalons würden zudem «meistens nach Verabredung» arbeiten. Sie seien außerdem «überschaubarer». Deshalb fordert die ULC die Regierung auf, in diesen Punkten die gefundene Strategie zu überdenken. Gleichzeitig mahnt die Vereinigung an, «einen verständnisvollen und solidarischen» Umgang miteinander zu pflegen.

Die ULC geht auch auf die Situation der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, aber auch Patienten in Krankenhäusern ein. Die generellen Besuchsverbote seien gerade für die älteren Menschen «sehr schwer nachzuvollziehen», weshalb auch hier ein Umdenken der Regierung gefordert wird. Demnach sollten alle Altenheimbewohner im Land auf das Coronavirus getestet werden. Überdies sollen alle Pflege- und Altenheime mit dem notwendigen Schutzmaterial ausgestattet werden.


Sonntag, 19. April 2020

19.30 Uhr – Unternehmen bekommen Masken am Montag und Dienstag

Die Handelskammer kündigt am Sonntag an, dass die Unternehmen des Landes, die mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen, am Montag und Dienstag mit Atemschutzmasken beliefert werden.

Für die beiden Tage werden die Unternehmen gebeten, einen Mitarbeiter damit zu beauftragen, die Pakete in Empfang zu nehmen. Die Verteilung übernimmt die Post.

Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern erhalten am Montag oder Dienstag einen Brief vom Zentrum für soziale Sicherheit, in dem ihnen die Anzahl der zur Verfügung gestellten Masken mitgeteilt wird. Gegen Vorlage des Briefes werden die Masken bei der Post ausgehändigt. 17.30 Uhr – Neue Zahlen für Luxemburg

In Luxemburg sind bislang 73 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Vergleich zu Samstag um eine Person.

Weiterhin wurden im Großherzogtum bislang 3550 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (+13). Insgesamt wurden in Luxemburg nun 33.666 Personen auf das Virus getestet (+414).

Nach Angaben der Regierung werden in den Krankenhäusern des Landes derzeit 181 Patienten (+1) behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 31 Patienten (-1) davon werden intensivmedizinisch betreut. 627 Patienten haben Covid überstanden und konnten das Krankenhaus verlassen.

16.33 Uhr – Maskenpflicht: Gesundheitsministerium veröffentlicht Info-Video

Das Gesundheitsministerium hat ein Video auf Facebook gepostet, in dem erklärt wird, wie man eine Schutzmaske richtig aufsetzt. Das Tragen einer Maske wird ab Montag in öffentlichen Verkehrsmitteln und dort, wo es nicht möglich ist, den Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten, Pflicht.


18.15 Uhr – 57 weitere Fälle, keine neuen Todesopfer

3537 Infektionen mit dem Coronavirus sind aktuell im Großherzogtum registriert, wie das Gesundheitsministerium am Samstagnachmittag mitteilt. Das sind 57 mehr als noch am Freitag.

Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert. 72 Menschen sind im Großherzogtum bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben.


Freitag, 17. April 2020

18.15 Uhr – Jetzt fast 3500 Covid-19-Fälle in Luxemburg und vier weitere Todesopfer

Mit 36 neuen Infektionen gibt es nun 3480 Corona-Patienten im Großherzogtum, wie das Gesundheitsministerium am Freitagabend mitteilt.

Darüberhinaus sind vier weitere Menschen an den Folgen der Infektion verstorben. Damit sind im Großherzogtum nun 72 Corona-Opfer zu beklagen.

15.40 Uhr – Polizei kündigt im État de Crise keine Blitzer an

Die Police Grand-Ducale plant während des État de Crise ihre mobilen Radarkontrollen nicht im Voraus, wie ein Polizeisprecher gegenüber L'essentiel bestätigt. Daher gibt es auch nicht die gewohnten Blitzer-Meldungen für den jeweiligen Tag. Die Kontrollen finden dennoch in gleicher Anzahl statt, nur eben ohne Vorankündigung, so der Sprecher.

Auch Innenminister François Bausch (déi gréng) bestätigte auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag, dass die Polizei weiterhin Geschwindigkeitskontrollen durchführe und warnte Temposünder, dass Corona «nicht alle anderen Regeln außer Kraft gesetzt» habe.

10.30 Uhr – Grenze zum Saarland

Die Grenzbrücke in Remich an der luxemburgisch-saarländischen Grenze wird wieder für den Verkehr geöffnet. Das teilt Frank Engel, der CSV Parteipräsident, am Freitagmorgen auf seiner Facebook Seite mit. «Die Zusammenarbeit in der Großregion funktioniert noch», freut sich Engel. Demnach habe sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans für die Öffnung der Brücke stark gemacht. Der CSV-Politiker forderte weiter, dass «unsere Großregion nie wieder zum Grenzraum werden» dürfe. Einen genauen Zeitpunkt für die Öffnung des Grenzübergangs ist noch nicht bekannt gegeben worden.

Der Saarländische Ministerpräsident gab via Twitter bekannt, dass auch weiter Grenzübergänge vom Saarland ins benachbarte Frankreich geöffnet werden sollen. Hans sagte aber auch, dass an diesen Übergängen weiter kontrolliert werde. Die hohe Zahl der Zurückweisungen zeige diese Notwendigkeit.

6.58 Uhr – Masken für Unternehmen

Auch Unternehmen werden einen Vorrat der Schutzmasken erhalten, bestätigte am Freitagmorgen die Handelskammer. Die Masken werden per Post zugestellt. Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern werden ihre Pakete so schnell wie möglich erhalten. Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten erhalten ein Schreiben des Sozialversicherungssystems, in dem angegeben wird, wie viele Masken sie erhalten. Sie werden ihnen gegen Vorlage des erhaltenen Dokuments an der im Brief angegebenen Sammelstelle ausgehändigt.

6.55 Uhr – Das Internationale Comic Festival Contern wurde abgesagt

Mit dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen bis zum 31. Juli ist es unvermeidlich geworden. Die Organisatoren des Internationale Comic Festival Contern kündigten am Donnerstagabend die Absage der für Mitte Juli geplanten Ausgabe 2020 der Veranstaltung an. Comicfans werden sich bis zum Wochenende vom 17. und 18. Juli 2021 gedulden müssen.


Donnerstag, 16. April 2020

18.35 Uhr – 71 weitere Covid-19-Infizierte in Luxemburg

In Luxemburg sind bislang 68 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Wie die Regierung am Donnerstag mitteilt, wurde die Zahl der Todesfälle überprüft und nach unten korrigiert. Ein am 15. April gemeldeter Todesfall wurde fälschlicherweise Covid-19 zugeschrieben. Dies bedeutet auch, dass es in Luxemburg keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gibt.

Weiterhin wurden im Großherzogtum bislang 3444 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (+71). Insgesamt wurden in Luxemburg nun 31.660 Personen auf das Virus getestet (+937).

Nach Angaben der Regierung werden in den Krankenhäusern des Landes derzeit 205 Patienten (+14) behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 35 Patienten (+2) davon werden intensivmedizinisch betreut. 552 Patienten (+26) haben Covid überstanden und konnten das Krankenhaus verlassen.

15.41 Uhr – Erster Covid-19-Patient aus Frankreich kann Luxemburg verlassen

Der erste Corona-Patient aus Frankreich hat Luxemburg am Dienstagmorgen verlassen. Das teilt das Centre hospitalier du Nord in Ettelbrück mit.

Das Krankenhaus hat einen Facebook-Eintrag der Tochter des des 57-Jährigen geteilt. «Mein Papa ist gestern Nachmittag wohlauf zu Hause angekommen, und er ist sehr glücklich, zu Hause zu sein», schreibt die Tochter zu dem Schnappschuss und ergänzt: «Ein riesiges Dankeschön! Danke für alles, was Sie tun! Wir danken Ihnen von ganzem Herzen».

Der Mann aus dem Elsaß wurde zunächst drei Tage lang auf einer Intensivstation in Frankreich behandelt, bevor er ins Nordspidol verlegt wurde. Dort wurde er 23 Tage lang intensivmedizinisch versorgt. Danach lag er auf der Normalstation.

15.30 Uhr – Luxemburg-Stadt verschickt Masken per Post

Die Verteilung der Atemschutzmasken in Luxemburg-Stadt beginnt am kommenden Montag. Dies teilte die Verwaltung der Hauptstadt am Donnerstag mit. Demnach werden die Masken per Post verschickt. Jeder Bürger erhält fünf Masken und eine Gebrauchsanweisung. Die Stadt erinnert daran, dass die Masken allein keinen Schutz vor einer Infektion bieten. Es sei weiterhin erforderlich, den Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten und das Haus nur in dringenden Fällen zu verlassen.

12.59 Uhr – Differdingen bereitet Masken-Verteilung vor

Die Gemeinde Differdingen ist die erste, die bekannt gibt, wie sie die Verteilung der Atemschutzmasken in Angriff nehmen will. Premierminister Xavier Bettel hatte am Mittwoch angekündigt, dass die Masken ab Montag obligatorisch sind, wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

Wie die Gemeinde im Südwesten mitteilt, werden die Masken in die Briefkästen der Bürger geworfen. Etwa 100 Freiwillige tragen sie aus. Jeder Bürger erhält zunächst fünf Masken, denen eine Gebrauchsanweisung beiliegt. Die Gemeinde erklärt, dass durch diese Art der Verteilung größere Ansammlungen vermieden werden.

12.37 Uhr – Baubranche begrüßt Lockerung

Die Gewerkschaft Fedil und der Unternehmerverband begrüßen die Entscheidung der Regierung, die Baustellen wieder zu öffnen und danken den Entscheidungsträgern «für ihre Anstrengungen zur Bewältigung der Krise».

In einer Pressemitteilung vom Donnerstag weisen die unterschiedlichen Akteure der Baubranche darauf hin, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst seien: «Der Schutz der Gesundheit genießt weiterhin Priorität. Wir wollen zum reibungslosen Ablauf der ersten Lockerungsphase beitragen und dafür sorgen, dass sich die Wirtschaft erholt.»

12.20 Uhr – Siren's Call-Festival abgesagt

Mit der Absage aller großen Veranstaltungen bis zum 31. Juli muss auch das für den 27. Juni in Neumünster geplante Siren's Call-Festival seine Pläne für das Jahr 2020 begrabe, wie die Organisatoren am Donnerstagmorgen mitteilten. Am 26. Juni 2021 wagen die Veranstalter den nächsten Anlauf, alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.


Mittwoch, 15. April 2020

18.20 Uhr – Luxemburg beklagt zwei weitere Covid-19-Todesfälle

In Luxemburg sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid 19 gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Damit sind insgesamt 69 Menschen seit Beginn der Krise gestorben.

Demnach werden in den Krankenhäusern des Landes derzeit 191 Patienten (-1) behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 33 Patienten (+2) davon werden intensivmedizinisch betreut.

Bislang wurden 3373 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (+67). Insgesamt wurden in Luxemburg nun 30.723 Personen (+1200) auf das Virus getestet. 526 Patienten (+40) haben Covid überstanden und konnten das Krankenhaus verlassen.

14.30 Uhr – Neuer CT-Scanner im CHEM

Der neue Scanner im Centre hospitalier Émile-Mayrisch (CHEM) wurde am Mittwoch in Betrieb genommen. Das teilt das Escher Krankenhaus in einem Communiqué mit. Das 2625 Kilogramm schwere Gerät wurde zunächst im Innenhof des Krankenhauses in einem der mobilen Container aufgestellt. Es soll ausschließlich bei Covid-19-Patienten eingesetzt werden.

Kurz nach Beginn der Corona-Pandemie hatte Luxemburg beschlossen, vier solcher Geräte anzuschaffen (eins pro Krankenhauszentrum des Landes). Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) hatte erklärt, dass die Scanner bei der Diagnose sehr nützlich seien. Mit ihrer Hilfe könne man sehen, ob das Virus die Lungen der Patienten befallen hat.

11.44 Uhr – Bettel und Lenert kündigen Statements an

Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) werden diesen Mittwoch um 17.00 Uhr vor die Presse treten, wie die Regierung mitteilt. Demnach werden beide, im Anschluss an die Regierungsratssitzung zur aktuellen Krise, Erklärungen abgeben. Dabei soll es auch um eine Bilanz zur Corona-Pandemie in Luxemburg gehen. Möglicherweise gibt es auch Details zu einer Exit-Strategie Luxemburgs aus dem Lockdown. Die Rede können Sie später live bei L'essentiel.lu verfolgen.

Dienstag, 14. April 2020

20.30 Uhr – 15 weitere Covid-19-Infizierte

Im Großherzogtum sind bislang 67 Patienten in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit.

15 weitere Menschen wurden demnach seit Montag positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Damit steigt die Zahl der registrierten Infektionen im Land auf 3.307.

Nach Angaben der Regierung werden in den Krankenhäusern des Landes derzeit 192 Patienten (-19) behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 31 Patienten (-2) davon werden intensivmedizinisch betreut.

Insgesamt wurden in Luxemburg nun 29.523 Personen (+208) auf das Virus getestet. 486 Patienten (+19) haben Covid überstanden und konnten das Krankenhaus verlassen.

10.11 Uhr – Erster Patient aus Grand-Est

Der erste Patient den Luxemburg aus der französischen Region Grand-Est aufgenommen hat ist am Dienstagmorgen nach Hause geflogen worden. Das teilt das Centre Hospitalier du Nord in Ettelbrück am Dienstag mit. Demnach sei der Patient mit einem Helikopter der Luxemburg Air Rescue auf die Rückreise nach Frankreich gegangen.

23 Tage lag der Patient aus Frankreich im CHdN. Zunächst auf der Intensivstation und seit dem 1. April auf der Normalstation des Krankenhauses, ehe es für den Mann am Dienstag um 9 Uhr in seine Heimat ging. «Mir geht es gut, und ich möchte dem großartigen Team der CHdN von ganzem Herzen danken.», wird der Mann, der laut dem Post Joseph heißt, zitiert. Vor seiner Rückkehr ist der Patient zwei Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden, eine Voraussetzung um nach WHO Vorgaben als geheilt zu gelten.

8.36 Uhr – Dan Kersch gibt um 17 Uhr Erklärung ab

Bekanntlich hat die Coronavirus-Krise zu einer explosionsartigen Zunahme der Anträge auf Kurzarbeit in fast allen Sektoren der luxemburgischen Wirtschaft geführt, die seit mehreren Wochen zum Stillstand gekommen ist. Der stellvertretende Premierminister und Minister für Arbeit und Beschäftigung Dan Kersch wird nach Angaben der Regierung am Dienstagabend um 17 Uhr zu diesem Thema sprechen.

Kersch wird dabei zum Stand der Kurzarbeit und den Anpassungen des Arbeitsrechts in Krisenzeiten Stellung nehmen. Der Minister werde außerdem eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen für Arbeitnehmer geben und die Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz erörtern. Die Rede des Ministers können Sie auf unserer Website ab 17 Uhr live verfolgen.

Montag, 13. April 2020

18.01 Uhr – Entwicklung im Großherzogtum

Drei Covid-19-Patienten sind seit Ostersonntag in Luxemburg gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium am frühen Montagabend mit. Damit sind seit Beginn der Corona-Epidemie 69 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Elf Menschen wurden seit Sonntag positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Damit steigt die Zahl der registrierten Infektionen im Land auf 3292.

In den Krankenhäusern des Landes werden derzeit laut der offiziellen Statistik 211 Patienten (-3) behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 33 Patienten (+1) davon bedürfen einer intensivmedizinischen Betreuung.

Insgesamt wurden in Luxemburg nun 29.315 Personen (+150) auf das Virus getestet. 467 Patienten (+2) haben Covid überstanden und konnten das Krankenhaus verlassen.


Sonntag, 12. April 2020

17.30 Uhr Uhr – Vier weitere Todesopfer, nur elf Neu-Infektionen

Vier Infizierte sind seit Samstag an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit beläuft sich die Zahl der Verstorbenen mittlerweile auf 66.

Die Zahl der Corona-Fälle hingegen ist um lediglich elf Patienten angewachsen. Insgesamt gibt es damit im Großherzogtum 3281 bestätigte Infektionen.

214 Menschen sind wegen des Virus im Krankenhaus, davon 31 auf Intensivstationen. Getestet wurden mittlerweile 29.165 Menschen im Großherzogtum.

14 Uhr – CHEM-Mitarbeiter freuen sich über Oster-Geschenke

Die Mitarbeiter des Escher Centre Hospitalier Emile Mayrisch haben zu Ostern von vielen Einzelhändlern Pralinen als Dank für ihre Arbeit an vorderster Front geschenkt bekommen.


Samstag, 11. April 2020

19.15 Uhr – Acht Todesopfer innerhalb eines Tages

Acht Infizierte sind seit Karfreitag in Luxemburg gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Damit sind seit Beginn der Corona-Epidemie 62 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

47 Menschen wurden seit Freitag positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, bei 692 durchgeführten Tests. Damit steigt die Zahl der registrierten Infektionen im Land auf 3270.

Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern des Landes um 24. In stationärer Behandlung befinden sich demnach 210 Patienten, davon 33 auf der Intensivstation. Damit ist seit gestern ein weiterer Intensivpatient hinzugekommen. 32 Infizierte haben seit Freitag die Krankheit hinter sich gelassen und gelten als geheilt. Insgesamt haben seit Beginn der Krise 444 Menschen die Krankheit hinter sich gelassen.

Freitag, 10. April 2020

17.31 – Neue Zahlen

In Luxemburg sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid 19 gestorben. Das teilt Paulette Lenert (LSAP) im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag mit. Damit sind insgesamt 54 Menschen seit Beginn der Krise gestorben.

Seit Beginn der Krise wurden in Luxemburg 3223 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit sind laut der offiziellen Regierungswebsite 108 Neuinfektionen mit dem Virus in Luxemburg gezählt worden. Luxemburg hat inzwischen über 28.273 Tests auf den Erreger Sars-CoV-2 durchgeführt.

In den Krankenhäusern des Landes werden derzeit laut der offiziellen Statistik 234 Patienten behandelt, die entweder an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht. 32 Patienten davon bedürfen einer intensivmedizinischen Betreuung. Hierzu kommen noch zehn Patienten aus der Region Grand-Est.

17.11 Uhr – Uni Luxemburg bleibt geschlossen

Die Universität Luxemburg will offenbar in diesem Semester keine Veranstaltungen in ihren Räumen mehr anbieten. Stattdessen setzt die Hochschule voll auf den Unterricht über das Internet. Das berichtet RTL unter Berufung auf das Umfeld der Hochschule. Das Semester wäre ohnehin am 14. Mai zu Ende gewesen. Nach der Ankündigung von Bildungsminister Claude Meisch (DP) erst am 4. Mai die Bildungseinrichtungen wieder öffnen zu wollen, blieben also noch zehn Vorlesungstage übrig.

Um dennoch Prüfungen abnehmen zu können, werde das Semester bis zum 4. September verlängert, heißt es in dem Bericht weiter.

15 Uhr – Pressekonferenz

Gesundheitsministerin Paulette Lenert Lenert wird am späten Freitagnachmittag vor die Kameras treten, um die Öffentlichkeit über die aktuelle Situation aufzuklären, wie die Regierung soeben per Communiqué mitteilt.

Die Pressekonferenz können Sie ab 17.30 Uhr hier live verfolgen:

14.13 Uhr – Reifenproduktion für Notfalldienste

Goodyear kündigt am Freitag die teilweise Wiederaufnahme der Reifenproduktion in Luxemburg an. Der Reifenhersteller wird «nächste Woche die Produktion in seinem Werk in Colmar-Berg wieder aufnehmen». Damit will das Unternehmen die Versorgung mit Reifen für die Notfall- und Transportdienste sicherstellen.

Goodyear setze dabei die Priorität auf die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter. Dafür habe das Unternehmen vorbeugende Maßnahmen im Werk eingeführt, wie zusätzliche Reinigung und die Bereitstellung von Hygieneprodukten und den nötigen Abstand zwischen den Mitarbeitern in der Produktion. Außerdem will man den Anlieferverkehr von außen auf ein Minimum reduzieren.

14.04 Uhr – HIV-Tests per Post getestet «HIV Berodung» des Luxemburger Roten Kreuz musste seine AIDS-Testaktivitäten einstellen. Um Menschen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, sich auf das HI-Virus testen zu lassen, startet ab nächstem Dienstag ein neuer Service der Beratungsstelle. Damit können sich Interessierte einen Selbsttest bestellen, der auf dem Postweg zugestellt wird. Dazu müssen sich Hilfesuchende telefonisch oder per E-Mail an die Beratungsstelle wenden. Telefonisch erreichen Sie die «HIV Berodung» unter 27 55 45 00 zwischen 14 und 17 Uhr, alternativ steht die kostenlose Beratung auch unter hivberodung@croix-rouge.lu zur Verfügung.

Donnerstag, 9. April 2020

17.41 Uhr – Sechs weitere Todesfälle

In Luxemburg sind erneut sechs Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, wie die Regierung am Donnerstagabend mitteilt. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen stieg auf 87 Jahre. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 52.

Innerhalb von 24 Stunden wurden im Großherzogtum 81 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Das teilt das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mit. Damit steigt die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen auf 3115.

Seit Mittwoch wurden 984 Tests auf den Erreger des Coronavirus durchgeführt. 374 Menschen im Großherzogtum gelten als geheilt, das sind 20 mehr als am Vortag. Die Belegung der Krankenhäuser hat sich um elf Patienten verringert.

Insgesamt werden vier Patienten weniger auf den Intensivstationen behandelt als am Mittwoch. Auf den Normalstationen sind sieben Patienten weniger in Behandlung.

13.50 Uhr – 99 Infizierte in Alten- und Pflegeheimen

Nach den neuesten verfügbaren Zahlen sind 99 Menschen in Alten- und Pflegeheimen mit dem Coronavirus infiziert. Dies hat sich aus einer Konferenz von Familienministerin Corinne Cahen mit Mitgliedern des Ausschusses für soziale Sicherheit am Donnerstag ergeben.

Die CSV hatte der Ministerin Fragen zur Situation älterer und pflegebedürftiger Menschen gestellt. Cahen versuchte, zu beruhigen: «Nicht alle infizierten älteren Menschen müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden, viele erholen sich von dem Virus.» Auch wenn sich die Situation von einer Einrichtung zur anderen unterscheidet, sei eines überall gleich: «Die dort arbeitenden Mitarbeiter engagieren sich sehr für die älteren Menschen. Das Personal tut alles, damit die Bewohner ihre Angehörigen über Telekommunikationsmittel wie Skype kontaktieren können.»

12.02 Uhr – Mieten werden nicht ausgesetzt

Die Mieten in Luxemburg werden in der Krisenzeit nicht ausgesetzt. Dies teilte das Wohnungsbauministerium am Donnerstag mit. Minister Henri Kox wies darauf hin, dass zahlreiche Vermieter Kredite anzuzahlen hätten und eine Aussetzung der Mieten nur einen Dominoeffekt erzeuge.

Mieter, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, forderte Kox auf, einen Mietzuschuss zu beantragen. Dieser liegt im Bereich zwischen 134 und 294 Euro pro Monat.

11.34 Uhr – Hochofenfest fällt aus

Das Hochofenfest in Belval findet in diesem Jahr nicht statt. Die nächste Ausgabe ist am 3. und 4. Juli 2021 geplant.

9.35 Uhr – Ein weiterer Covid-19-Scanner startet seinen Einsatz

Ein neuer Scanner wurde am Donnerstagmorgen in der Robert Schuman-Klinik in Kirchberg in Betrieb genommen. Das Gerät, was durch einen Brust-Scan Anzeichen von Covid-19 erkennen kann, ist in Containern vor dem Krankenhaus untergebracht, um potenzielle Infektionen schon vor der Klinik zu erkennen.

Kurz nach Beginn der Coronavirus-Pandemie hatte Luxemburg beschlossen, vier solcher Geräte anzuschaffen (eins pro Krankenhauszentrum des Landes). Gesundheitsministerin Paulette Lenert hatte erklärt, dass die Scanner bei der Diagnose sehr nützlich seien. Mit ihrer Hilfe könne man sehen, ob das Virus die Lungen der Patienten befallen hat.


Mittwoch, 8. April 2020

18.55 Uhr – Krankschreibungen werden nicht angerechnet

Krankschreibungen in der der aktuellen Krise werden nicht auf die 26-Wochen Frist für den Kündigungsschutz im Krankheitsfall angerechnet. Das hat der Regierungsrat am Mittwoch beschlossen. Damit solle verhindert werden, das in der aktuellen Lage der Kündigungsschutz eines kranken Arbeitsnehmers währenden der Corona-Krise ausläuft.

17.40 Uhr – 64 Neuinfektionen, zwei neuen Todesfälle

Von Dienstag auf Mittwoch sind im Großherzogtum zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das teilt das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Inzwischen liegt die Zahl der Todesopfer bei 46.

64 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden im gleichen Zeitraum registriert, am Vortag waren es 127 gewesen. Damit sind seit Beginn der Corona-Krise 3034 Menschen positiv auf den Erreger getestet worden. 871 Personen wurden seit Dienstag, insgesamt 26.573 getestet. Von Montag auf Dienstag waren noch 1411 Personen getestet worden.

16.38 Uhr – 2500 Soforthilfe für Selbstständige

Selbstständige Unternehmer in Luxemburg bekommen eine Soforthilfe über 2500 Euro in der Corona-Krise. Das teilt das Mittelstandsministerium von Lex Delles am Mittwoch mit. Die Leistung kann ab Montag über ein Formular bei der Regierung beantragt werden.

Bedingung ist allerdings, dass der Antragsteller weniger als zehn Personen beschäftigt und sein sozialversicherungspflichtiges Einkommen nicht höher ist als das zweieinhalbfache des sozialen Mindestlohns. Außerdem muss die wirtschaftliche Notlage eine Folge der Covid-19-Epidemie im Land sein.

16.09 Uhr – Differdingen erlässt die Miete

Die Stadt Differdingen hat am Mittwochmorgen beschlossen auf Mieten verzichten zu wollen. Das teilt die Verwaltung am Mittwoch mit. Die Maßnahme gelte für alle städtischen Räumlichkeiten, die an Unternehmen vermietet sind. «Der Beschluss sei im Einvernehmen mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien getroffen worden.» Die Stadt erlässt ihren gewerblichen Mietern zwei Monatsmieten in diesem Jahr, eine Ausdehnung sei denkbar.

Differdingen will weiter den Gewerbetreibenden der Gemeinde Helfen und ihre Maßnahmen verstärken, «um so den Ladenbesitzern konkret zu helfen». Die Stadt rief private Vermieter auf, ein Zeichen der Solidarität in Form eines Verzichts zu setzen – natürlich im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten.

«Die Coronavirus-Krise ist eine Herausforderung, der wir nur begegnen können, wenn wir Einigkeit und Solidarität mit denen zeigen, die sie brauchen», heißt es in der Mitteilung der Stadt.

13.10 Uhr – «Wir konnten in Luxemburg die Kurve flach halten»

Nach Ansicht des Direktors des Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL), Dr. Romain Nati, hat Luxemburg den Höhepunkt der Pandemie «sehr wahrscheinlich» bereits erreicht. Das sagte der Mediziner am Morgen bei RTL Radio. Wegen des starken Anstiegs der Corona-Fälle in den vergangenen beiden Wochen bliebe allerdings noch viel zu tun. Die Kapazitäten der Krankenhäuser seinen noch immer ausreichend.

«Wir konnten in Luxemburg die Kurve flach halten», sagte Nati. Auch wenn noch immer neue Fälle hinzu kämen, sei in dieser Woche ein «Plateau» zu erkennen. Diese Entwicklung sei Ende dieser oder Anfang kommender Woche noch deutlicher ablesbar.

Im CHL gebe es 18 Betten für Intensivpatienten, von denen derzeit elf belegt seien. «Wir können diese Kapazität kurzfristig aber verdreifachen», so Nati weiter. Zudem seien die Ärzte und Pfleger des Großherzogtums ausreichend mit Schutzausrüstung ausgestattet, auch wenn es weltweit zu Engpässen gekommen sei.

Dr. Romain Nati ist der Direktor des CHL in Luxemburg-Stadt. (Foto: Editpress)

Der CHL-Direktor appellierte auch erneut an Menschen, die krank sind, sich aber wegen der Ansteckungsgefahr nicht in die Krankenhäuser trauen: «Ich bitte alle normale Patienten, sich untersuchen zu lassen. Die Covid-19-Patienten sind strikt von den anderen Patienten getrennt.»


Dienstag, 7. April 2020

19.19 Uhr – Horesca fordert Soforthilfe

Trotz der beschlossenen Hilfsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise steckt «eine große Anzahl an Unternehmen in schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten», wie der Luxemburger Gaststättenverband Horesca am Dienstag in einer Pressemitteilung erklärt.

Der Verband fordert daher Soforthilfen für kleine und mittlere Gastro-Betriebe, die der Größe des Unternehmens angepasst werden sollen und nicht zurückgezahlt werden müssen. Außerdem sei es wichtig die Kurzarbeit nach der Krise aufrecht zu erhalten. Hilfen, die später zurückgezahlt werden müssen, würden die finanziellen Probleme der Betriebe nicht lösen, sondern nur auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Zum 16. März mussten die Gaststätten landesweit schließen. Die Einnahmen bleiben seither aus, die laufenden Kosten sind geblieben. «Die Gefahr der Verschuldung ist greifbar und kann zu definitiven Schließungen führen, ob während oder nach der Krise», schreibt die Horesca.

17.30 Uhr – Neue Zahlen

Im Großherzogtum sind drei weitere Menschen an den Folgen der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das teilt die Regierung am Dienstag mit. Damit steigt die Zahl der Todesopfer hierzulande auf 44.

Außerdem wurden im Großherzogtum 127 Neuinfektion mit dem Coronavirus festgestellt. Seit dem 29. Februar sind nun insgesamt 2970 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Neuansteckungen hat damit wieder stark zugenommen. Zuletzt war sie drei Tage in Folge gesunken. Am Montag waren lediglich 39 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Die Anzahl der durchgeführten Coronatests erhöht sich auf 25.702, 1411 mehr als am Vortag. 231 Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt (+40), 35 davon auf der Intensivstation (+3). 319 Patienten (+87) haben die Krankheit überstanden. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt weiterhin bei 86 Jahren.

10.40 Uhr – Internationales Comic-Festival in Contern steht auf der Kippe

Jean-Claude Muller, der Organisator des Internationalen Comic-Festival in Contern blickt pessimistisch auf die Veranstaltung, die am 18. und 19. Juli stattfinden soll: «Das Problem ist, dass dort viele Menschen aus verschiedenen Teilen Europas zusammenkommen, was die Gesundheitsrisiken erhöht.» Derzeit laufen Gespräche mit der Regierung, eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

10.35 Uhr – Gültigkeit der Personalausweise wird verlängert

Die luxemburgische Regierung hat beschlossen, die Gültigkeit des Personalausweises bis zum Ende des Krisenzustands um drei Monate zu verlängern. Die Entscheidung betrifft alle Personalausweise, die nach dem 1. März abgelaufen sind.


Montag, 6. April 2020

17.35 Uhr – Neue Zahlen für Luxemburg

Fünf weitere Menschen sind in Luxemburg mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das teilt die Regierung am Montag mit. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 41.

Außerdem wurden im Großherzogtum 39 Neuinfektion mit dem Coronavirus festgestellt. Damit sind seit dem 29. Februar 2843 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Neuansteckungen ist damit den dritten Tag in Folge rückläufig.

Insgesamt wurden im Großherzogtum nun 24.291 Personen (20.112 Einwohner, 4179 Nichtansässige) auf das Virus getestet. 191 Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 32 davon auf der Intensivstation. 223 Patienten haben die Krankheit überstanden. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 86 Jahren.

15.30 Uhr – Rettungsmission abgebrochen

Die Verlegung von fünf Covid-19-Patienten aus der französischen Region Grand Est in die Tschechische Republik ist am Montag am Luxemburger Flughafen abgebrochen worden. Das berichtet das Luxemburger Wort. Der CGDIS, der den Transfer koordiniert bestätigte den Abbruch. Die Entscheidung sei von französischer Seite getroffen worden.

14.23 Uhr – Luxemburger Post macht Ruhetag

Am kommenden Freitag (10. April) tragen die Mitarbeiter der Luxemburger Post keine Briefe aus. Auch die Verkaufsstellen, Telekomläden und Büros sind an dem Tag geschlossen. Der Pannendienst und das Call Center sind weiterhin besetzt.

Die Post will mit dem freien Tag ihren Angestellten danken, die in den vergangenen drei Wochen unter Hochbetrieb und erschwerten Bedingungen gearbeitet hatten. Seine Kunden bittet das Unternehmen um Verständnis.

14.08 Uhr – Landwirtschaftsmesse ist abgesagt

Die Ettelbrücker Landwirtschaftsmesse findet in diesem Jahr nicht statt. Die Veranstaltung, die im vergangenen Jahr 39.000 Besucher anlockte, sollte Anfang Juli stattfinden. Die Organisatoren planen nun eine «multimediale oder virtuelle Version» der Messe.

13 Uhr – Luxemburg übernimmt neue Patienten aus Grand Est

Am Montagmorgen wurden vier weitere Covid-19-Patienten aus dem Regionalkrankenhaus Metz-Thionville nach Luxemburg verlegt. Das berichtet der Républicain Lorrain.

Weil immer mehr Coronakranke in der vergangen Woche in die Metzer Klinik geströmt waren, geriet das Krankenhaus an das Ende seiner Kapazitäten und konnte mehr alle Patienten ausreichend versorgen. Schon am vergangenen Mittwoch hatte Luxemburg deshalb vier Patienten aufgenommen.

Auch die Luxemburger Luftrettung (LAR) hat ihre Ressourcen in den Dienst unserer französischen Nachbarn gestellt. Insgesamt transportierte die LAR zwanzig Covid-19-Patienten nach Deutschland (Dresden, Hamburg und Bremen) und Südfrankreich (Nîmes).

11.56 Uhr – Der «Super-Blitzer» wartet noch die Krise ab

Die für April geplante Inbetriebnahme des neuen Strecken-Radars, der auf der N11 zwischen Waldhof und Gonderingen für weniger Tempo-Verstöße sorgen soll, wurde verschoben. Getestet wird der neuartige Blitzer, der die Durchschnittsgeschwindigkeit der Autofahrer auf einer Länge von vier Kilometern errechnet, schon seit einigen Monaten. Nur Strafzettel gab es bisher noch keine.

Es gebe zunächst kein neues Startdatum, so das Mobilitätsministerium gegenüber L'essentiel. «Es wird von der Entwicklung der aktuellen Situation abhängen.»

11.46 Uhr – Erweiterte Arbeitslosenunterstützung

Die Arbeitssuche wird durch die Corona-Krise nicht leichter. Daher hat Adem beschlossen, die Dauer der Arbeitslosengeldansprüche für Arbeitssuchende zu verlängern. Die Dauer der Entschädigung, die derzeit auf zwölf Monate oder im Falle einer Verlängerung auf maximal 24 Monate festgelegt ist, wird daher um einen Zeitraum verlängert, der der Dauer des Krisenzustands entspricht.

10.06 Uhr – Probleme bei Anmeldung zur Kurzarbeit

Die Einführung von Kurzarbeit im eigenen Unternehmen ist komplizierter als zunächst erwartet. Dies berichten einige Unternehmer gegenüber L'essentiel. Dies geht auch aus einer Anfrage der CSV-Abgeordneten Marc Spautz und Marc Lies hervor, die mit Arbeits- und Beschäftigungsminister Dan Kersch über dieses Thema sprechen wollen. Demnach wurden viele Unternehmen, die einen Antrag gestellt haben, darüber informiert, dass dieser nicht bearbeitet werden konnte. Die Unternehmen wurden stattdessen eingeladen, «das neue Online-Formular auf MyGuichet.lu zu benutzen».

Viele Arbeitgeber müssen den Antrag demnach erneut stellen, befinden sich jedoch «in einer prekären Cashflow-Situation». Für sie sei es «eine beträchtliche Zeitverschwendung, die sich nachteilig auf die Zukunft ihres Unternehmens auswirken kann», wenn sie den Antrag mit einem neuen Formular erneut stellen müssten. Zu klären gilt nun, ob nicht eine andere Lösung gefunden werden sollte. Minister Dan Kersch hat noch nicht geantwortet, aber das Thema wurde als dringend anerkannt.

09.56 Uhr – CGDIS zeigt Video von Findel-Landung des Armee-A330

Am Freitag legte ein Airbus A330 der französischen Armee einen kurzen Zwischenstopp am lux-Airport ein, um Covid-19-Patienten aus der Region Grand Est nach Toulouse zu fliegen.

Nun hat das CGDIS auf Twitter ein Video des außergewöhnlichen Einsatzes am Findel gepostet.


Sonntag, 5. April 2020

17.31 Uhr – Fünf neue Todesopfer

Fünf weitere Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 in Luxemburg gestorben. Das teilt die Regierung am Sonntag mit. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 36.

Außerdem wurden im Großherzogtum 75 Neuinfektion mit dem Coronavirus festgestellt. Damit sind seit dem 29. Februar 2804 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Neuansteckungen ist damit den zweiten Tag in Folge rückläufig.

51 Menschen habe nach der Statistik der Regierung die Infektion hinter sich gelassen und konnten entlassen werden. Damit zählt das Großherzogtum noch 2527 aktive Corona-Infektionen. Davon werden derzeit 233 Menschen in Krankenhäusern behandelt, drei mehr als am Vortag. 33 Menschen werden aktuell auf den Intensivstationen behandelt.

3. April: Das Coronavirus in Luxemburg
Infogram

Samstag, 4. April 2020

17.58 Uhr – 117 Neuinfektionen

117 Menschen wurden im Großherzogtum seit Freitag positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilt die Regierung am Samstag mit. Damit steigt die Zahl derer, die seit Beginn der Krise positiv auf das Virus getestet wurden, auf 2729.

Neue Todesfälle im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 wurden am Samstag nicht mitgeteilt. Die Zahl der hospitalisierten Patienten ist am Samstag leicht gesunken. Zwei weitere Patienten werden allerdings auf den Intensivstationen behandelt.

190 Menschen gelten in Luxemburg als geheilt. Das sind 16 mehr als am Vortag.


Freitag, 3. April 2020

20.22 Uhr – Echternacher Springprozession fällt aus

Die Echternacher Springprozession findet in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Das teilte der Willibrordus-Bauverein am Freitagabend mit.

Allerdings wollen die Organisatoren gemeinsam mit der nationalen Kommission für die Zusammenarbeit mit der Unesco für eine mediale Präsenz des Themas der Echternacher Springprozession zum Pfingstdienstag sorgen.

17.30 Uhr – Über 2600 Corona-Fälle in Luxemburg

Mit 121 neuen Infektionen gibt es nun 2612 Corona-Patienten im Großherzogtum, wie Premierminister Bettel am Freitagabend in einer Pressekonferenz mitteilt.

Darüberhinaus ist ein weiterer Mensch an den Folgen der Infektion verstorben. Damit sind im Großherzogtum nun 31 Corona-Opfer zu beklagen.

15.34 Uhr – Regierung verlängert Fristen für Baugenehmigungen

Wie die Regierung mitteilt, wird die Ablauffrist von Baugenehmigungen für die Dauer der Corona-Krise ausgesetzt. Dies gelte Baugenehmigung, die noch vor dem 18. März 2020, gültig waren.

15 Uhr – Keine Kfz-Überprüfungen bis zum Ende der Krise

Die Fahrzeugprüfstellen werden nach heftigen Diskussionen keine Autos mehr überprüfen, deren TÜV-Zertifikat seit dem 17. März abgelaufen ist beziehungsweise abläuft. Dies gilt bis Ende des Ausnahmezustands.

Die bisherige Verkehrstauglichkeitsprüfung bleibt also weiterhin gültig, muss aber nach dem Ende der Corona-Krise noch vor dem 1. September nachgeholt werden.

13.30 Uhr – Bartringen sagt alles bis zum Nationalfeiertag ab

Die Gemeinde Bartringen hat an diesem Freitag mitgeteilt, dass sie alle ihre kulturellen und sportlichen Veranstaltungen bi


(Philip Weber/L'essentiel)

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