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Tatsächlich um Sex geht es bei Seitensprüngen nur selten. (Bild: Getty Images/iStockphoto)

Mittwoch, 07. April 2021 11:25

US-Studie

Forscher finden acht Gründe für Untreue

Eine US-Studie hat herausgefunden, warum Menschen eigentlich fremdgehen. Der Grund hat selten etwas mit Sex zu tun.

Warum gehen Menschen eigentlich fremd? Eine Frage, die sich nicht nur Betrogene immer wieder stellen. Drei US-Forscher haben mittels einer Online-Umfrage darauf nicht nur eine, sondern gleich acht Antworten gefunden. Insgesamt befragten Dylan Selterman, Justin Garcia und Irene Tsapelas 495 Menschen, die zuvor angegeben hatten, bereits untreu gewesen zu sein und fanden dabei Spannendes heraus: Alle acht Gründe für Untreue haben nur selten etwas mit Sex zu tun.

Viel mehr gingen die Befragten unter anderem zur Steigerung des Selbstwerts, aufgrund einer Gelegenheit, die sich bot, oder Wut fremd, schreibt der Paartherapeut Dr. Gary W. Lewandowski in seinem Fachartikel auf Psychology Today.

Die acht Gründe im Detail:

1. Wut!
Hier ging es häufig um Rache. Die Befragten gaben an, zuvor selbst betrogen worden zu sein oder sich in einem Streit geärgert zu haben. Diesen Ärger hätten sie dem Partner heimzahlen wollen.

2. Steigerung des Selbstwerts!
Viele der Befragten wollten mit ihrer Affäre ihr Selbstwertgefühl steigern oder wieder ein Gefühl der Selbstbestimmtheit erlangen.

3. Mangelnde Liebe!
Befragte, die diesen Grund angaben, waren sich entweder nicht sicher, ob sie ihren Partner liebten oder ob er überhaupt der Richtige für sie sei.

4. Geringe Loyalität!
Die Befragten wollten sich generell nicht festlegen oder gaben an, dass sie theoretisch ja gar nicht in einer Beziehung gewesen seien.

5. Wunsch nach Abwechslung!
Hier gaben die Befragten an, so viele verschiedene Sexualpartner wie nur möglich zu sammeln.

6. Vernachlässigung!
Diesen Grund gaben diejenigen an, die sich von ihrem Partner nicht gesehen oder begehrt fühlten. Teilweise gaben sie sogar an, dass ihr Partner auf emotionaler Ebene nicht greifbar gewesen sei.

7. Sexuelles Verlangen!
In diesem Fall teilten die Partner nicht die sexuellen Bedürfnisse oder Vorlieben der Befragten.

8. Gelegenheit!
Hier gaben die Befragten an, entweder betrunken gewesen zu sein oder unter Drogen gestanden zu haben, oder aufgrund verschiedener Stressfaktoren nicht ganz bei Sinnen gewesen zu sein.

Selten Beziehungsende wegen Seitensprung

Dabei sei die Länge der Affäre laut Lewandowski stark vom Grund abhängig. Aus Wut, mangelnder Liebe oder der Suche nach Abwechslung würden demnach längere Affären resultieren. Eine Gelegenheit zum Seitensprung würde hingegen eher eine solche einmalige oder kurze Sache auch bleiben. Dabei fuhren Frauen im Durchschnitt länger zweigleisig als Männer. Fast 50 Prozent beichteten ihre Untreue, die meisten davon Frauen.

Außerdem ergab die Umfrage, dass aus einer von zehn Affären eine vollwertige, feste Beziehung (11,1 Prozent) wurde. 31,1 Prozent sahen die Person nur gelegentlich, ein weiteres Drittel (29,9 Prozent) blieb mit der Affäre befreundet und die restlichen 25,5 Prozent brachen den Kontakt komplett ab.

Überraschenderweise endete nur eine von fünf Beziehungen aufgrund des Seitensprungs. Die Affäre war eher ein Beziehungskiller, wenn das Fremdgehen auf Wut, mangelnde Liebe, geringe Loyalität oder Vernachlässigung zurückzuführen war.

(L'essentiel/kiky)

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