LUXEMBURG – Ratlose und gestresste Blicke: Für die Fahrgäste ist der Start der Tram im Bahnhofsviertel nicht ohne Komplikationen geblieben. CFL-Lotsen sorgen für Orientierung.
Welche Haltestelle ist denn jetzt die Richtige? Die Blicke gehen in alle Richtungen bei den Fahrgästen des öffentlichen Verkehrs im Bahnhofsviertel an diesem besonderen Montagmorgen. Bei all den Änderungen ist es für Nathalie aus Esch/Alzette schwer sich zurecht zu finden. Für die junge Frau war es wichtig, sich vorab einen Überblick zu verschaffen, damit sie es pünktlich zu ihrem Termin in der Hauptstadt schaffte. «Ich muss den Zug nehmen, dann entweder den Bus oder die Straßenbahn. Es fühlt sich etwas kompliziert an», lautet ihr Fazit. Doch zum Glück gibt es die Lotsen von CFL Infos, die die Suchenden in die richtige Richtung schicken.
Auf ihre Hilfe ist auch Abiel angewiesen. Der Schüler muss zum Flughafen, aber es ist nicht leicht die richtige Haltestelle zu finden. «Ich muss die Linie 16 nehmen. Die hat keinen festen Abfahrtsort. Ich bin verloren», sagt er und macht einen gestressten Eindruck. «Jetzt muss ich mit dem Bus zum Hamilius fahren und dort in die 16 Umsteigen. Das ist kompliziert.»
Abiel ist nicht der Einzige, der die Änderungen negativ bewertet. Karine aus Frankreich arbeitet in Strassen. Für sie ist die Fahrzeit durch die Straßenbahn länger geworden. Ihr Fazit: «Es ist ein Albtraum, selbst wenn man die Tram nimmt, auf der Place de l'Étoile muss man warten auf den Anschlussbus. Das kostet mich zehn bis fünfzehn Minuten. Die Abstimmung ist schlecht.» Durch die Einführung der Tram sind einige Buslinien gestrichen worden, so auch die Linie 11. Isabelle aus Bereldingen ist darüber nicht glücklich, sie arbeitet in der Nähe des Bahnhofes. Früher seien zwei Linien gefahren, die 10 und die 11. Jetzt gibt es nur noch eine und für sie bedeutet das, dass nur noch alle 20 Minuten ein Bus zur Arbeit fährt.
(Noémie Koppe/L'essentiel)
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