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150 Bilder sind in der Abtei Neumünster ausgestellt, erklärt die Kuratorin Marika Cukrowski. (Bild: L'essentiel/Séverine Goffin)

Mittwoch, 01. Dezember 2021 09:31

World Press Photo 2021

Abtei Neumünster gewährt einen Blick in die Welt

LUXEMBURG – Die World Press Foto-Ausstellung in der Abtei Neumünster bietet einen ergreifenden Rückblick auf die Ereignisse und Nachrichten des vergangenen Jahres.

Ein Sportveteran, der während des Lockdowns in Irland in seinem Wohnzimmer herumrennt, festgehalten von Stephen McCarthy. Ein kalifornischer Seelöwe schwimmt auf eine Schutzmaske zu, fotografiert von Ralph Pace. Wenig überraschend nimmt 2020 auch die Corona-Pandemie einen wichtigen Stellenwert in den Pressefotos ein. «Es ist auffällig, wie das Virus jeden Aspekt unseres Lebens infiltriert hat, vom Sport bis zur Umwelt», stellt Marika Cukrowski, Kuratorin der Ausstellung World Press Photo 2021, fest.

Die Abtei Neumünster in Luxemburg hat das Glück, von diesem Mittwoch bis zum 20. Dezember über 150 der Bilder ausstellen zu können, die beim weltweit renommiertesten Wettbewerb für Pressefotografie ausgezeichnet wurden. Und natürlich ist auch das Foto des Jahres zu sehen. Es stammt von dem Dänen Mads Nissen und verewigt die erste Umarmung von Rosa nach fünf Monaten, was der Bewohnerin eines Pflegeheims in Brasilien nur dank eines «Umarmungsvorhangs» möglich war.

4315 Fotografen aus 130 Ländern

Aber auch andere Nachrichten prägten das Jahr 2020 – und somit auch die Pressefotografie: die Black Lives Matter-Bewegung findet sich in einem Foto von Evelyn Hockstein wieder, auf dem sich ein Mann und eine Frau uneinig über die Entfernung des Emanzipationsdenkmals im Lincoln Park in Washington DC waren. «Neben der technischen Qualität des Fotos, lässt der Ausdruck der Protagonisten keinen Zweifel, wer von beiden auf welcher Seite steht – und in der Mitte die Statue», sagt Marika Cukrowski.

4315 Fotografen aus 130 Ländern reichten 74.470 Schnappschüsse für den Wettbewerb ein. «Um Fake News zu vermeiden, werden die ausgewählten Kandidaten um ihre Rushs gebeten und ein wissenschaftlicher Experte analysiert sie», sagt Marika Cukrowski.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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