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Dienstag, 20. Juli 2021 12:14

Hochwasser in Luxemburg

Bettel dankt Rettungskräften für ihren Einsatz

LUXEMBURG – Tief Bernd hat auch im Großherzogtum verheerende Schäden angerichtet, das ganze Ausmaß ist am Folgetag sichtbar geworden.

Dienstag, 20. Juli 2021

Xavier Bettel und Taina Bofferding empfangen luxemburgische Rettungskräfte

Am 14. und 16. Juli waren Rettungsteams aus dem Großherzogtum in der belgischen Provinz Lüttich und dem Kreis Ahrweiler in Deutschland im Einsatz, um die dortigen Behörden im Kampf gegen die verheerenden Überschwemmungen zu unterstützen. Das nach Belgien entsandte Team bestand aus sechs Feuerwehrleuten der Wasserrettungsgruppe des CGDIS. In Rheinland-Pfalz waren 26 Personen im Einsatz, darunter Einsatzleiter, Feuerwehrleute und Krankenschwestern des CGDIS und Krankenwagenfahrer des Luxemburger Roten Kreuzes. Ein Kommandofahrzeug und zehn Rettungswagen waren im Katastrophengebiet unterwegs.

Anlässlich der Rückkehr der ersten Teams haben Premierminister Xavier Bettel (DP) und Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) diese am Dienstagmorgen ins Staatsministerium eingeladen, um ihnen für ihren Einsatz zu danken. «Diese Hilfe zeigt die enge und freundschaftliche Beziehungen zwischen Luxemburg und seinen beiden Nachbarländern und basiert auf bilateralen Vereinbarungen. Ich möchte mich bei diesen Männern und Frauen, allen Feuerwehrleuten und Sanitätern, für ihre schnelle Hilfe bedanken», sagte Innenministerin Taina Bofferding.

«Wir stehen unseren deutschen und belgischen Nachbarn in diesen dunklen Momenten menschlicher Tragödie bei. Wir danken den luxemburgischen Rettungskräften von ganzem Herzen, die seit Tagen einen vorbildlichen Einsatz zeigen, nicht nur hier in Luxemburg, sondern auch bei der Unterstützung ihrer Kollegen auf der anderen Seite unserer Grenzen. Dies ist ein Beispiel für den Geist der Solidarität, der uns zwischen Ländern, zwischen Freunden verbindet - eine Solidarität, die in Zeiten der Not nicht an den Grenzen Halt macht, sondern im Gegenteil täglich gelebt wird», betonte Xavier Bettel.

Kurzarbeit für vom Hochwasser betroffene Unternehmen

Unternehmen, die wegen der Überflutung ganz oder teilweise an ihrem Betrieb gehindert sind, können nach Beschluss des Regierungsrates nun Kurzarbeit beantragen. Die Anträge können bis einschließlich 31. Juli 2021 auf Guichet.lu gestellt werden.

Außerdem hat das Innenministerium veröffentlicht, wo die entsprechenden Fluthilfen zu beantragen sind.

Montag, 19. Juli 2021

250 Haushalte ohne Elektrizität

In Luxemburg sind derzeit 250 Haushalte nach den Überschwemmungen der vergangenen Woche von der Stromversorgung abgeschnitten. Das geht aus einer Mitteilung des Krisenstabes hervor, der am Montag erneut zu Beratungen zusammengekommen ist. Bei betroffenen Haushaltens seien Arbeiten der Netzbetreiber nötig, Mitarbeiter von CREOS seien aktuell unterwegs, um die Anschlüsse wiederherzustellen.

Die Sitzung vom Montag sei gleichzeitig auch die letzte Sitzung des Krisenstabes gewesen. Weitere Treffen seien bei Bedarf möglich. Die Arbeiten in den Überschwemmungsgebieten des Landes würden jedoch unvermindert weitergehen. In seiner Mitteilung weist der Krisenstab zudem daraufhin, dass einige Straßen und Radwege weiterhin für den Verkehr gesperrt bleiben müssten. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, diese trotz der Absperrungen zu befahren.

Sonntag, 18. Juli 2021

Die Flusspegel normalisieren sich

Die Sonne scheint und vorerst ist im Großherzogtum laut MeteoLux kein Regen mehr zu erwarten. Die Pegelstände gehen damit wieder Richtung Normalzustand. Am Sonntagmorgen stand nur noch die Mosel unter «vigilance hydraulique». In Mersch beispielsweise liegt der Pegel der Alzette inzwischen etwa bei 150 Zentimetern. Am Donnerstag war er auf 600 gestiegen und lag damit deutlich über der Warngrenze von 400.

Freitag, 16. Juli 2021

Großherzog besucht Fluthelfer

Großherzog Henri hat am Freitag mit Innenministerin Taina Bofferding den Nordosten des Landes besucht. In Vianden machte sich das Staatsoberhaupt ein Bild von den Zerstörungen, die die Unwetter der vergangenen Tage im Großherzogtum angerichtet haben. Zum Zeitpunkt des Besuches stand der Pegel der Our noch recht hoch.

Leitungswasser in Befort verunreinigt

In der Gemeinde Befort ist das Leitungswasser nach dem Unwetter vom Mittwoch verunreinigt. Das teilt die Gemeinde am Freitag mit. Das Problem betreffe sowohl Befort selbst als auch Dillingen und Grundhof. Einwohner werden daher gebeten, dass Wasser aus dem Hahn vorerst nicht zu trinken oder die Zähne damit zu putzen. Auch zum Kochen und Gemüse waschen sollten die Bürger Beforts derzeit auf abgepacktes Wasser zurückgreifen.

Die Gemeinde verteilt kostenlos Wasser an die Einwohner, weitere Einzelheiten dazu finden sie auf der Website der Gemeinde.

Antragsformular für staatliche Hilfsgelder für Unternehmen ist online

Unternehmen, in denen es durch die Überschwemmungen der letzten Tage zu Schäden gekommen ist, können ab sofort Hilfsgelder beantragen. Das Formular dafür wurde nun online gestellt.

Zu den Schäden, für die Unternehmen Hilfe erhalten können, gehören Sachschäden an Gebäuden, Geräten und Vorräten. Sie müssen von einem unabhängigen Sachverständigen oder einem Versicherungsexperten bewertet werden. Die Regierung weist darauf hin, dass nur Kosten, die nicht von der Versicherung übernommen werden, getragen werden können.

Das Formular ist auf guichet.public.luverfügbar. Die betroffenen Unternehmen können sich auch telefonisch unter der Nummer (+352) 247-74704 melden.

Die Nato-Pipeline funktioniert wieder

Die Kerosin-Pipeline, die den Flughafen Findel mit Flugbenzin versorgt, konnte am Freitagvormittag wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das teilt das Mobililtätsministerium von François Bausch am Freitagnachmittag mit. Bei dem sogenannten Central Europe Pipeline System war es infolge der starken Regenfällen am Mittwoch zu einer Störung gekommen, die zur Unterbrechung der Versorgung geführt hat.

Die Überschwemmungen hätten zudem die Fehlersuche der Techniker erschwert, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. Wie sich vor Ort gezeigt habe, sei die Pipeline selbst nicht durch das Hochwasser betroffen. n einem zur Pipeline gehörenden Brunnen hätte sich eine geringe Menge Wasser gefunden, die jedoch ausgereicht habe, um das Alarmsystem der Pipeline. Das System soll eigentlich ein Leck der Pipeline verhindern, heißt es in der Ministeriumsmitteilung weiter.

Luxemburger Armee packt mit an

Die Armee ist in den von der Flut betroffenen Gemeinden im Einsatz.

Hesperingen zeigt Überschwemmungen in Drohnenvideo

Die Gemeinde Hesperingen hat am Freitag ein Drohnen-Video der Hochwasser-Gebiete auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, welches das Ausmaß der Unwetter-Katastrophe in Luxemburg verdeutlicht.

Zugverkehr nach Belgien wird wieder aufgenommen

Die Züge zwischen Luxemburg und Belgien stehen seit 6 Uhr am Donnerstagmorgen still. Wie die CFL nun mitteilen, wurde der grenzüberschreitende Verkehr am Freitag wieder aufgenommen.

Echternach teilt Luftbild der Überflutungen

Die Stadt Echternach hat auf ihrer Facebook-Seite ein Luftbild der Überschwemmungen mit dem Hinweis geteilt, dass die evakuierten Bewohner nicht zurück in ihre Häuser gehen sollen, bevor die Stadt nicht wieder frei gegeben ist. Derzeit sei dies aus Sicherheitsgründen noch nicht möglich. Die Bewohner werden umgehend informiert, sobald sich die Lage verbessert.

Pipeline-Problem sorgt für Kerosin-Mangel am Findel

Wegen eines Wassereinbruchs in einem Versorgungsschacht bei Echternach ist die Nato-Pipeline, die den lux-Airport mit Kerosin versorgt, unterbrochen. Das teilte das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten am Donnerstagabend mit. Die Reparatur könnte sich einige Tage hinziehen.

Die Kerosinreserven am Findel reichen allerdings nur noch für den heutigen Freitag. Ab morgen müssen Airlines an anderen Flughäfen tanken, heißt es weiter. Außerdem werde man auf Lkw-Lieferungen zurückgreifen, um Kerosin zum lux-Airport zu transportieren.

Immer noch 98 Straßen für den Verkehr gesperrt

Der Straßenverkehr wird auch noch an diesem Freitag durch die Überschwemmungen vom Mittwochabend eingeschränkt. 98 Straßen seien derzeit noch gesperrt, wie der ACL gegenüber L'essentiel mitteilte. Während die Autobahnen alle frei sind, sind noch viele Nationalstraßen von den Einschränkungen betroffen, vor allem rund um die Hauptstadt (Montée du Clausen, Eich, rue des Hauts-Fournaux,...). Gesperrt sind auch Straßen bei Echternach, Vianden, Diekirch und Ettelbruck.

Auf der Schiene steht die Linie 10 weiterhin still, es verkehren Ersatzbusse. Auch die Linie 90 zwischen Thionville und dem Großherzogtum fährt derzeit nicht.


Donnerstag, 15. Juli 2021

Schüttringen beginnt mit dem Aufräumen

In Schüttringen ist das Hochwasser langsam auf dem Rückzug. Die Rue de Canach bleibt allerdings vorläufig weiter gesperrt, wie die Gemeinde auf Facebook mitteilt. Die örtliche Feuerwehr und Mitarbeiter der Gemeinde haben demnach bereits mit dem Aufräumen begonnen. Einwohner, die Hilfe beim Aufräumen bräuchten, können sich telefonisch unter der Rufnummer 350 11 31 an die Gemeinde wenden.

Pegel beginnen zu sinken

6230 Anrufe sind seit Mittwoch Mittag im Zusammenhang mit dem Hochwasser beim CGDIS eingegangen, wie die Einsatzkräfte am frühen Donnerstagabend mitteilen. Die Rettungskräfte mussten zu 1200 Einsätzen in den letzten Stunden ausrücken.

Besonders betroffen sind die Orte Rosport, Bour, Steinheim, Echternach, deren Bewohner evakuiert werden mussten. In Echternach bleibe die Situation auch weiterhin angespannt. Dennoch zeigt sich eine allmähliche Entspannung der Lage, zwischen 12 und 15 Uhr sind nach Angaben des CGDIS nur noch 36 Anrufe eingegangen.

Die Wasserstände beginnen seit Donnerstagmittag langsam zu sinken. Bis sich das Wasser überall zurückgezogen hat, kann es allerdings noch dauern. In Echternach wird damit gerechnet, dass das Hochwasser noch bis Samstag andauern könnte. Bei der Sauer wird damit gerechnet, dass sie bis Freitagabend wieder in ihr normales Flussbett zurückkehrt. An der Alzette wird noch bis Freitag Nachmittag mit erhöhten Wasserständen gerechnet. In Mersch und Ettelbrück rechnen die Experten jedoch mit einem langsameren Rückgang des Wassers.

Zuglinie 10 voraussichtlich noch bis morgen gesperrt

Wie die CFL bereits am Nachmittag mitteilten, ist die Linie 10 in beiden Richtungen nicht befahrbar. Dies werde voraussichtlich noch bis Freitag so bleiben.

Die CFL haben einen Ersatzbusdienst eingerichtet. Weitere Informationen zu Alternativen und Fahrplänen finden Fahrgäste in der mobilen App der CFL oder auf der Website.

Wasser geht in Vianden langsam zurück

In den vom Hochwasser betroffenen Straßen in Vianden beginnt sich die Lage zu entspannen. Das Wasser geht derzeit langsam zurück, sodass die Menschen wieder in ihre Häuser dürfen. Wer keine Übernachtungsmöglichkeit hat, kann sich zum Kulturzentrum Larei begeben.

Xavier Bettel und Taina Bofferding treten um 18 Uhr vor die Presse

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel und Innenministerin Taina Bofferding treten am heutigen Donnerstag, um 18 Uhr vor die Presse. Wie das Staatsministerium am Nachmittag mitteilt, kommt der Regierungsrat aufgrund der Überschwemmungen im Großherzogtum ab 17 Uhr zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

Trinkwasser in Befort verunreinigt

Die Bürger der Gemeinde Befort sind dazu angehalten, Leitungswasser vor dem Gebrauch mindestens zehn Minuten abzukochen und sparsam mit der Ressource umzugehen. Durch die intensiven Regenfälle sei es zu einer Verunreinigung gekommen. Wegen technischer Probleme sei es zudem möglich, dass einige Straßen in Befort derzeit gar keinen Zugriff auf Leitungswasser haben.

Strom in Mersch, Beringen und Rollingen möglicherweise bis morgen gekappt

Der Strom in den Gemeinden Mersch, Beringen und Rolling könnte noch bis morgen im Laufe des Tages aus Sicherheitsgründen abgeschaltet bleiben, wie der zuständige Stromnetzbetreiber mitteilt. Man könne ihn erst wieder anschalten, wenn die Wasserpegel auf ein Niveau von 520 Zentimetern gesunken sei.

Folgende Straßen sind weiterhin betroffen:

- Rue des Près

- Rue Grand-Duchesse Charlotte

- Rue de la Gare

- Rue Lohr

- Rue de Luxemburg

- Rue Nic Welter

- Rue Irbicht

- Rue de Larochette

- Rue Roger Leiner

Einwohner von Born per Boot evakuiert

Die Wasserrettung des CGDIS und die Feuerwehr konnten in Born 44 Personen mit Hilfe von Booten aus ihren überschwemmten Häusern retten. Die Lage in dem Ortsteil der Gemeinde Rosport-Mompach sei nach wie vor kritisch, teilte das CGDIS mit. Die Betroffenen würden nun von der Gemeinde betreut.

Ausfall von Zugverbindungen

Aufgrund der Überschwemmungen ist auch das luxemburgische und grenzüberschreitende Schienennetz gestört, wie die CFL am Nachmittag mitteilt. Betroffen sind demnach die Linien 10 (zwischen Luxemburg und Ulflingen) und 90 (zwischen Luxemburg und Thionville).

Die Linie 10 ist in beiden Richtungen nicht befahrbar. Es sei demnach auch nicht einzuschätzen, wann die Strecke wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Linie 90 wird demnach bis einschließlich Sonntag, 18. Juli, ausfallen.

Die CFL hat einen Ersatzbusdienst eingerichtet. Diese Busse werden von Luxemburg nach Thionville (direkt) und umgekehrt fahren. Weitere Informationen zu Alternativen und Fahrplänen finden Fahrgäste in der mobilen App der CFL oder auf der Website.

Trinkwasser in Hesperingen verunreinigt

Die Bürger Hesperingens sind dazu angehalten, in den kommenden 24 Stunden kein Leitungswasser mehr zu benutzen. Durch die intensiven Regenfälle sei es zu einer Verunreinigung gekommen.

Avis un d'Awunner

Keen Drénkwaasser déi nächst 24 Stonnen consomméieren, Mir wäerten Iech weider iwwert d'Situatioun um...

Gepostet von Administration Communale de Hesperange am Donnerstag, 15. Juli 2021

Echternach und Vianden werden teilweise evakuiert

Echternach und Vianden wurden von den Überschwemmungen besonders hart getroffen. Wie am Donnerstag entschieden wurde, sollen die Einwohner beider Gemeinden, die sich in akuter Gefahr befinden, noch am Nachmittag evakuiert werden.

Das CDGIS, die Polizei und die Armee werden sich der Evakuierung annehmen.

Strom in Mersch, Beringen und Rollingen teilweise gekappt

Der verantwortliche Stromnetzbetreiber für die Ortschaften Mersch, Beringen und Rollingen informiert, dass ein Teil seiner Infrastruktur aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden musste.

Betroffen sind derzeit:

- Rue d’Arlon

- Rue des Près

- Rue Grand-Duchesse Charlotte

- Rue de la Gare

- Rue Lohr

- Rue de Luxemburg

- Rue Nic Welter

- Rue Irbicht

- Rue Servais

Polizei ruft dazu auf, parkende Fahrzeuge an der Moselpromenade in Wasserbillig zu räumen

Die Police Grand-Ducale hat via Facebook dazu aufgerufen, Fahrzeuge, die an der Moselpromenade entlang der Straße abgestellt sind, «umgehend zu entfernen». Der Bereich «Spatz» an der Ecke der Grenzbrücke sei bereits überflutet, der Abschnitt der Esplanade in Richtung Wasserbillig-Mertert wird ebenfalls in absehbarer Zeit folgen.

Leicht sinkende Sauer-Pegel bei Bollendorf

Am heutigen Morgen erreichte der Pegel der Sauer bei Bollendorf mit 608 Zentimetern den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, wie der Trierische Volksfreund berichtet.

Seit 10.30 Uhr ist der Wert wieder um zwei Zentimeter gefallen, die Experten gehen davon aus, dass der Scheitelpunkt überschritten sein dürfte.

Teilweise ist an der Sauer aber noch bis voraussichtlich zum Nachmittag mit steigenden Pegeln zu rechnen.

Bettel und Bofferding auf Ortsbesuch im gefluteten Grund

Die Luxemburger Unterstadt ist vom Unwetter stark betroffen. Premierminister Xavier Bettel ist vor Ort und fühlt mit den betroffenen Bewohnern.

Vianden überflutet

Die Our ist zum reißenden Fluss geworden, wie das Video eines L'essentiel-Lesers zeigt.

Krisenstab zieht Bilanz

Bis um 9 Uhr an diesem Donnerstag hatten CGDIS- und Polizei-Teams mehr als 1200 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter im ganzen Land durchgeführt, so das Innenministerium in einer Presseerklärung. «Die Einsätze des CGDIS bestanden hauptsächlich darin, Menschen in Not zu retten oder in Sicherheit zu bringen», hieß es. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine Verletzungen gemeldet.

Der Sachschaden ist erheblich. 110 Straßenabschnitte wurden gesperrt. «Die Autobahnen sind geräumt, aber in einigen Gebieten kann es noch zu Verkehrsbehinderungen kommen», schreiben die Behörden. Die Armee leistet Unterstützung bei den Aufräumarbeiten.

MeteoLux berichtet, dass in Luxemburg in den letzten 24 Stunden bis 2 Uhr morgens durchschnittlich 60-80 Liter pro Quadratmeter gefallen sind. Im Laufe des Tages ist mit zusätzlichem Niederschlag zu rechnen (bis zu 10 Liter pro Quadratmeter) sowie mit gelegentlichen lokalen Gewittern. Auch in der kommenden Nacht kann es zu zusätzlichen Niederschlägen von bis zu zehn Liter pro Quadratmeter kommen.

Die Behörden rufen die Bewohner auf, die 112 nur dann anzurufen, wenn Menschen in Not sind, beziehungsweise bei lebensbedrohlichen Notfällen, Unfällen oder Bränden.

Auch Bettemburg steht unter Wasser

Eine Leserin hat uns diese Aufnahme von ihrer überfluteten Wohngegend zukommen lassen.

Keine Briefzustellung in Teilen des Landes

Das Unwetter wirkt sich in Teilen Luxemburgs auch auf die Zustellunge der Post aus. In einigen Ortschaften werden Bürger am Donnerstag keine Briefe oder Zeitungen erhalten, wie das Unternehmen mitteilt. Betroffen ist derzeit Mersch und die umliegenden Ortschaften.

In Mersch und Vianden bleiben zudem die Verkaufsstellen der Post am Donnerstag geschlossen.

Verkehr und Schulen beinträchtigt

Das Unwetter hat zahlreiche Straßen im Großherzogtum unpassierbar gemacht. Welche Strecken derzeit betroffen sind, erfahren sie hier.

Viele Gemeinden haben angekündigt, dass die Schulen am Donnerstag geschlossen sind. Welche Schulen von den Schließungen betroffen sind können sie hier nachlesen.

So sieht es aktuell an der Sauer aus

Ein Video des Eifel Journals zeigt das verheerende Ausmaß der Überschwemmungen an der Sauer am Donnerstagmorgen.

Video zeigt Überschwemmungen in Mamer

Ein Video des CIS Mamer zeigt, wie schnell der Starkregen aus kleinen Bächen reißende Flüsse gemacht hat.

Krisenstab tagt erneut

Der Krisenstab unter Leitung von Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) ist am Donnerstagmorgen erneut zusammengekommen. Die Bürger sollen vorsichtig bleiben und sich keinen Gefahren aussetzen. Via Twitter erinnert das Innenministerium daran, dass die 112 nur in Notfällen angerufen werden soll.

Grundschule in Echternacht bleibt zu

Wegen der Überschwemmungen in Echternach bleibt die Grundschule in der Gemeinde am Donnerstag geschlossen. Das teilt die Gemeinde am Donnerstag via Twitter mit.

Ettelbrück von der Außenwelt abgeschnitten

Die Gemeinde Ettelbrück bittet Autofahrer, die Stadt komplett zu umfahren. «Ettelbréck ass zou», heißt es auf der Facebook-Seite der Stadt. Aufgrund der Überschwemmungen bleiben die Schulen zu, diverse Parkplätze sind nicht benutzbar.

Der Bahnverkehr auf der Linie 10 nah Diekirch ist unterbrochen, ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet.

Auch der Einzelhandel ist betroffen. Der Cactus-Supermarkt in Ettelbrück bleibt am heutigen Donnerstag geschlossen.

Das Impfzentrum im Ort bleibt jedoch geöffnet.

Mittwoch, 15. Juli 2021

Bartingen steht unter Wasser

(L'essentiel)

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