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Carsharing in Luxemburg wird mit mittlerweile mehreren Tausend Kunden immer beliebter. (Bild: L'essentiel)

Mittwoch, 03. März 2021 16:24

Luxemburg

Carsharing wird in Luxemburg immer populärer

LUXEMBURG - Carsharing wird im Großherzogtum mit mittlerweile mehreren Tausend Kunden immer beliebter. Der Fuhrpark wächst und es tut sich viel in Sachen Mobilität.

Sich einen Mietwagen zu buchen wird seit der Einführung von Carsharing-Unternehmen vor ein paar Jahren immer beliebter in Luxemburg. Der nationale Markt wird durch den CFL Flex-Service mit mittlerweile 47 Fahrzeugstationen im ganzen Land sowie den Carloh-Service mit 17 Stationen in der Hauptstadt bestimmt. Auf Vorbestellung können Kunden Fahrzeuge der Flotte über einen kurzen Zeitraum für ihre Bedürfnisse nutzen.

Und die Zahlen des luxemburgischen Mobilitätsministers bestätigen den Trend: «Die Zahl der Abonnements im Jahr 2020 ist um 77 Prozent gestiegen und liegt heute bei mehr als 4500», sagt François Bausch, «die Zahl der Buchungen ist im Vergleich zu 2019 um 72 Prozent und die Zahl der gefahrenen Kilometer um 60 Prozent gestiegen». Dabei bezieht er sich nur auf die Zahlen von Flex.

«Bei Parkplätzen, Versicherung und Wartung sparen»

Auch die aktuellen Zahlen aus 2021 bestätigen seiner Meinung nach die Erfolgsgeschichte. Denn mit 400 wöchentlichen Buchungen sei laut Bausch ein Höchststand erreicht. Dabei hatte das Carsharing im Juni 2019 gerade einmal 2000 Kunden angezogen. Im Frühjahr des vergangenen Jahres sei die Nachfrage durch die Maßnahmen noch einmal gebremst worden, als die Buchungen «um rund 65 Prozent» zurückgingen.

In Verbindung mit dem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Luxemburg kann Carsharing wichtige Mobilitätsherausforderungen im Großherzogtum bewältigen, meinen die Europaabgeordneten Semiray Ahmedova und Carlo Back: «Ein adäquates Carsharing-Angebot ermöglicht es bestimmten Haushalten, entweder kein eigenes Auto mehr zu haben oder kein zweites Auto zu benötigen und somit private Park-, Versicherungs- und Wartungskosten zu sparen.»

Größeres Netz, mehr Buchungen

Nach den neuesten Zahlen bietet die FLEX-Autoflotte, die von CFL Mobility verwaltet wird, eine Flotte von 88 Fahrzeugen, darunter 69 benzinbetriebene Autos, 15 Elektroautos und vier Diesel-Vans. «Um wirtschaftlich rentabler zu werden, muss das Netzwerk größer werden und die Zahl der Buchungen steigen», sagt der Mobilitätsminister.

Auf praktischer Ebene schließt der Minister die Möglichkeit aus, ein Angebot einzuführen, das nur eine Hinfahrt vorsieht und nicht wie heute eine obligatorische Rückfahrt. Eine Testphase, mit zehn Fahrzeugen «hat gezeigt, dass ein solches System zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich nicht machbar ist», erklärt Bausch.

(nc/L'essentiel)

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