Navigieren auf L'essentiel Online - Mobile

storybild

Wegen eines Missverständnisses blieben Beleuchtung und Ticketautomaten an zwei französischen Bahnhöfen über eine Woche lang dunkel.

Dienstag, 26. Oktober 2021 20:54

Missverständnis

Französischer Betreiber dreht CFL den Strom ab

LUXEMBURG – Für mehr als eine Woche war es auf den Grenzbahnhöfen Audun-le-Tiche und Volmerange-les-Mines dunkel. Grund waren gleich mehrere Missverständnisse.

Warum waren die Bahnhöfe von Audun-le-Tiche und Volmerange-les-Mines mehr als eine Woche lang ohne Strom? In einer parlamentarischen Antwort auf eine Anfrage der ADR schildert Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) einen Vorfall aus jüngster Zeit, der relativ unbemerkt blieb.

Die Bahnhöfe Volmerange-les-Mines und Audun-le-Tiche werden von Luxemburg und damit von der CFL verwaltet, um den Grenzverkehr zu erleichtern. Dies bedeutet, dass die CFL eine Stromrechnung an EDF, das für die Erzeugung und Lieferung von Strom auf französischem Boden zuständige Unternehmen, zahlt.

« Es war unmöglich, EDF von Luxemburg aus zu kontaktieren »

Der Vertrag musste am 1. Januar 2021 aufgrund einer Gesetzesänderung geändert werden, allerdings wurden die Rechnungen fortan an die falsche Adresse geschickt. Bei der CFL kam dies niemandem komisch vor, man sei von einer automatischen Änderung ausgegangen, so Bausch. Offensichtlich wurden die CFL auch nicht darüber informiert, dass sie die Rechnung begleichen müssen.

Die EDF beschloss entsprechend ihrer Geschäftspolitik, dem nicht zahlenden Kunden den Strom abzustellen. So verabschiedeten sich an beiden Bahnhöfen die Beleuchtung, ebenso wie die Ticketautomaten. Zwischenfälle oder Beschwerden habe es keine gegeben, so Bausch. Um das Problem zu lösen, versuchte die CFL, das französische Unternehmen zu kontaktieren. «Es war unmöglich, EDF von Luxemburg aus zu kontaktieren», so Bausch. Außerdem hatte die CFL nicht mehr die Kundennummer, die gerade geändert worden war. Um das Problem zu lösen, musste ein französischer Angestellter der CFL die Telefonanrufe erledigen... auf der anderen Seite der Grenze. «Alles wurde schnell gelöst», so der Minister abschließend.

(th/L'essentiel)

Weiterempfehlen

Kommentare anzeigen

loading...

Suchresultate