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Im Großherzogtum haben die Impfungen laut der Studie 202 Personen im Alter über 80 Jahren vor dem Tode bewahrt. (Bild: Editpress)

Mittwoch, 01. Dezember 2021 12:37

Corona-Pandemie

Impfung verhindert 265 Todesfälle in Luxemburg

LUXEMBURG – In einer gemeinsamen Studie haben die WHO und das ECDC den Effekt der Impfungen in Zahlen gefasst.

Seit Beginn der Coronapandemie in Europa sind nach Berechnungen der französischen Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Statistiken mehr als 1,5 Millionen Menschen gestorben. Davon waren über 90 Prozent älter als 60 Jahre. Allerdings wurden in diesem Zeitraum auch sehr viele Todesfälle verhindert, wie eine Studie zeigt, die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgelegt wurde. Daraus geht hervor, dass die Zahl der Corona-Toten durch die Impfstoffe mehr als halbiert worden sind: Während 442.116 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben sind, wurden dank der Vakzine das Leben von 469.186 Personen gerettet.

In Luxemburg sind seit Dezember 2020 490 Menschen am Coronavirus gestorben, 265 Leben wurden seit knapp einem Jahr dank der Impfung gerettet, schätzen die WHO und das ECDC. Davon 14 in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen, 49 in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen und 202 in der Altersgruppe der über 80-Jährigen. In Frankreich und Belgien wurden fast 39.000 Leben beziehungsweise 8000 Leben gerettet. In England waren es mehr als 157.000, in Spanien 90.000 und in Italien mehr als 35.000.

Hohe Impfquote bei Menschen ab 40

«Covid-19 war in Europa verheerend, aber nun können jetzt sagen, dass ohne Impfstoffe als Instrument zur Eindämmung dieser Pandemie noch viele weitere Menschen gestorben wären», erklärte Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa. Er fordert die Länder dazu auf, weiterhin für eine hohe Impfquote zu sorgen.

In einer parlamentarischen Antwort gab Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Montag einen Überblick über den Stand der Impfungen in den verschiedenen Altersgruppen. Am 22. November wiesen 90 Prozent der über 80-Jährigen ein vollständiges Impfschema auf. Bei den 40- bis 80-Jährigen lagen die Werte zwischen 80,2 und 86,4 Prozent.

Am anderen Ende der Alterspyramide waren zwei Drittel der 12- bis 17-Jährigen vollständig geimpft und 70,7 Prozent der 18- bis 19-Jährigen. Die 20- bis 30-Jährigen gingen dagegen weniger häufig zur Impfung. Etwas mehr als 63 Prozent sind in dieser Gruppe vollständig geimpft. Lenert weist darauf hin, dass viele Personen aus dieser Altersgruppe im Ausland leben und dort geimpft wurden. Diese würden nicht in der nationalen Statistik geführt. Insgesamt waren 77 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs am 22. November ein vollständig geimpft.

(mc/L'essentiel)

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