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Mittwoch, 03. März 2021 13:48

Regelverstöße

Luxemburger Zoll stoppt zahlreiche Lkw

LUXEMBURG – Die Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung hat bei Schwerpunktkontrollen im Februar teils haarsträubende Verstöße gegen die Ladungssicherung festgestellt.

Der Luxemburger Zoll hat bei Schwerpunktkontrollen in der Woche vom 22. Februar Lastwagen kontrolliert und dabei teils schwere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Das teilt die Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung (ADA) am Mittwoch mit. Innerhalb der Woche habe man an fünf Tagen 70 Laster kontrolliert und zwei Anzeigen geschrieben sowie 87 kostenpflichtige Verwarnungen ausgestellt.

Den Beamten ging auf der A6 ein Lkw ins Netz, der giftige Gefahrstoffe von Belgien nach Frankreich bringen sollte. Das geladene PCB (polychlorierte Biphenyle) befand sich bei der Kontrolle in abgelaufenen Transportbehältern. Der Fahrer wurde zur Firma Lamesch eskortiert und die Ladung dort in neue Container umgepackt. Die Beamten informierten zusätzlich das Umweltministerium über den Fall, das wegen fehlender Angaben in der Transportdokumentation ein Bußgeld von 500 Euro verhängte. Das Transportunternehmen muss sich zudem wegen der Nutzung der abgelaufenen Container verantworten.

23 Tonnen Ladung an einem einzelnen Gurt

In einem weiteren Fall fingen die Zollbeamten einen Laster aus Frankreich ab, der Heuballen geladen hatte. Diese waren auf der Ladefläche auf einer Höhe von 4,80 Meter aufgestapelt. Damit wurde die zulässige Gesamthöhe des Gespannes um 80 Zentimeter überschritten. Daneben waren die Heuballen nicht nur falsch geladen worden, sondern dazu unzureichend gesichert. Als die Beamten dann genauer hinsahen, stellten sie fest, dass der Laster nicht richtig versichert war und der Eigentümer ihn seit dem Kauf nicht auf sich umgemeldet hatte. Außerdem besaß der Fahrer keine gültige Eurovignette. Bei einer Kontrolle des Tankinhalts fiel zudem auf, dass der Lkw mit gefärbtem Diesel betankt war. Insgesamt wurden für die Ladungsverstöße 4023 Euro und für die falsche Betankung noch mal 1500 Euro fällig.

Nachdem der Lastwagen stillgelegt wurde, musste die Ladung auf einen anderen Lkw umgeladen werden. Bei einem weiteren Laster war die Ladung der Art verrutscht, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Auch hier musste umgeladen werden, was nach Angaben der Beamten etwa 36 Stunden dauerte. Der Fahrer musste vor der Weiterfahrt allerdings erst eine Strafe über 250 Euro begleichen. Eine ähnliche Strafe musste auch ein anderer Brummifahrer zahlen, dessen 23 Tonnen Ladung mit einem einzigen Gurt gesichert war. Da sein Anhänger nicht die nötigen Zurrpunkte besaß, die für die eigentlich nötigen 26 Gurte erforderlich gewesen wären, musste er seine Ladung mit speziellen Matten sichern.

Nach Zollangaben ist ein häufiger Mangel bei den Kontrollen die Bereifung der Lastwagen. Ein Lkw sei derzeit immer noch stillgelegt, bis die Reifen vorschriftsmäßig gewechselt sein. Der Fahrer muss ein Bußgeld über 145 Euro bezahlen und erhält zwei Punkte Abzug bei seinem Führerschein.

(JW/L'essentiel)

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