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Dienstag, 26. Oktober 2021 19:01

In Differdingen

Schwimmende Solaranlage geht ans Netz

DIFFERDINGEN – Auf dem ehemaligen Kühlteich des ArcelorMittal-Werks wurden mehr als 6700 Photovoltaikmodule installiert. 3200 Einwohner sollen davon profitieren.

Am Dienstag wurde auf dem Gelände von ArcelorMittal Differdingen ein Solarkraftwerk auf einem ehemaligen Kühlteich eingeweiht. «Auf einer schwimmenden, 5,7 Hektar großen Struktur wurden 6777 Photovoltaik-Paneele installiert», erklärt Eric Golinelli, Projektleiter in der Abteilung für die Entwicklung erneuerbarer Energien bei Enovos, die zwischen vier und fünf Millionen Euro in das Projekt investiert hat.

Nach den Machbarkeitsstudien und den erforderlichen behördlichen Genehmigungen wurde im März 2021 mit dem Bau des Solarparks begonnen. Das erste Kilowatt wurde am 21. Oktober ins luxemburgische Stromnetz eingespeist. Die Anlage, die eine Lebensdauer von «mindestens 20 Jahren» hat, soll genug Strom (3 GWh/Jahr) produzieren, um den Energiebedarf von fast 800 Haushalten oder 3200 Einwohnern zu decken. «Schwimmende Photovoltaikanlagen sind effizienter als Aufdachanlagen», sagt Golinelli. Die Kühle des Wassers verhindere eine Überhitzung der Paneele und verbessere deren Ertrag.

Der Projektleiter fügt hinzu, dass weitere schwimmende Solarkraftwerke in anderen Industriebecken installiert werden könnten, zum Beispiel in Esch-Belval. «Die Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie oder Windkraft ermöglicht es uns, auf den Klimanotstand zu reagieren und zu unserer Energieunabhängigkeit beizutragen», betont Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng). 2020 betrug der Anteil der Solarenergie an der luxemburgischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen 16,3 Prozent. Damit wurde der Strombedarf von etwa 120.000 Menschen gedeckt.

(ol/L'essentiel)

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