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Dienstag, 26. Oktober 2021 15:27

Spritpreise

Spritpreisexplosion in Luxemburg am größten

LUXEMBURG – Im Großherzogtum ist innerhalb eines Jahres der höchste Anstieg der Kraftstoffpreise verzeichnet worden.

Im Vergleich zum September 2020 sind die Preise für Benzin und Diesel innerhalb der EU nirgendwo so stark angestiegen wie in Luxemburg. Das teilt das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Hierzulande sind die Spritpreise innerhalb eines Jahres um 31 Prozent abgestiegen. In Rumänien und Slowenien liegt der Wert bei 29 Prozent, der EU-Durchschnitt bei 22,9 Prozent. In Deutschland gingen die Preise um 28,2 Prozent nach oben, in Belgien um 19 Prozent und in Frankreich um 18,2 Prozent. Irland verzeichnete mit 15 Prozent den geringsten Preisanstieg.

Trotz der erheblichen Teuerungsrate sind die Preise in Luxemburg, ähnlich wie in Bulgarien und der Slowakei, weiterhin die niedrigsten in Europa. Während ein Liter Diesel im Großherzogtum knapp 1,40 Euro kostet, sind es in Deutschland 1,50 Euro, in Frankreich 1,68 Euro, in Belgien 1,71 Euro – und in Schweden sogar mehr als zwei Euro.

Nachdem die Spritpreise durch die Coronakrise Mitte 2020 stark gesunken waren, sind sie in der Folge stetig angestiegen. Die Gründe sind der starke Anstieg des Ölpreises, aber auch durch die in diesem Jahr eingeführte Kohlendioxidsteuer. Während Frankreich und Deutschland für die Bürger bereits Ausgleichsmechanismen für die hohen Energiekosten vorgesehen haben, argumentiert Luxemburg, dass die für den 1. Januar nächsten Jahres vorgesehene Erhöhung des Lebenshaltungskostenausgleichs um 200 Euro den Haushalten helfen werde.

(mc/L'essentiel)

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