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Die Krise hat sich auch auf das BIP Luxemburgs ausgewirkt, das im ersten Quartal 2020 um 2,9 Prozent geschrumpft ist.

Mittwoch, 22. Juli 2020 18:34

Wegen Corona-Krise

Steuereinnahmen in Luxemburg brechen ein

LUXEMBURG – Die luxemburgische Wirtschaft wurde von der Corona-Krise stark in Mitleidenschaft gezogen, was zu einem großen Einnahmeverlust für den Staat geführt hat.

Die Staatsausgaben im Großherzogtum sind als Folge der Covid-19-Krise gestiegen, während die Einnahmen eingebrochen sind. Am Ende der ersten Hälfte des Jahres 2020 hat der Staat 1,1 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen als im vergangenen Jahr, was einem starken Rückgang von 12,5 Prozent entspricht. Während die Bilanz bereits im ersten Quartal leicht negativ war (-1,8 Prozent im Jahresvergleich), ging es im zweiten Quartal mit den Einnahmen in den freien Fall (-25 Prozent). Laut Statec werden die Steuereinnahmen in den Jahren 2020 oder 2021 deutlich unter den Erwartungen bleiben.

Die Mehrwertsteuer- und Verbrauchssteuereinnahmen wurden weitgehend beeinträchtigt. Während sie im ersten Quartal im Jahresvergleich um etwa vier Prozent gewachsen waren, brachen sie im zweiten Quartal aufgrund des Lockdowns um mehr als 35 Prozent ein. Auch der Verkauf von Treibstoff und Tabak sank stark, da viele Grenzgänger nicht wie gewohnt nach Luxemburg kommen konnten. Mittlerweile erholen sich die Tankstellen wieder langsam, werden aber immer noch durch Telearbeit und die jüngsten französischen Beschränkungen für den Zigaretten-Import ausgebremst.

Die Krise wirkte sich auch auf das BIP Luxemburgs aus, das im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 2,9 Prozent stark schrumpfte. Die Lockdown-Maßnahmen haben viele Sektoren betroffen. So ging im April die gesamte Arbeitszeit im Großherzogtum um 26 Prozent zurück.


(L'essentiel)

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