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Ob Schueberfouer oder Nationalfeiertag – Dieses Jahr wird alles anders im Großherzogtum. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

Donnerstag, 23. April 2020 09:01

Corona-Krise

Wie wird der Nationalfeiertag aussehen?

LUXEMBURG - Kein Feuerwerk, keine Feierlichkeiten! In der Hauptstadt arbeitet man gerade an Alternativen für den Nationalfeiertag. Gleiches gilt für die Schueberfouer.

In der vergangenen Woche gab Premierminister Xavier Bettel die Absage aller für den Nationalfeiertag am 22. und 23. Juni geplanten Feierlichkeiten bekannt. Keine große Überraschung für Bürgermeisterin Lydie Polfer: «Es war schon seit langem klar. Es wird keine große Party in der Stadt geben, denn es wäre unverantwortlich, aktuell mehr als 100.000 Menschen zusammen zu bringen», erklärte sie gegenüber L'essentiel.

Der 23. Juni wird trotz Corona-Krise ein gesetzlicher Feiertag bleiben und die Rede des Großherzogs wird ebenfalls stattfinden. Alles andere muss auf 2021 verschoben werden. «Wir werden keine öffentlichen Veranstaltungen organisieren, nichts, was die Leute zusammen bringt», betont Polfer noch einmal. «Es wird also auch kein Feuerwerk und keinen Fackelzug geben.»

Die Hauptstadt arbeitet derzeit an der Möglichkeit, ein Konzert zu organisieren, das im Fernsehen und im Internet übertragen wird. Man ist an das Conservatoire de la Ville de Luxembourg herangetreten, aber es ist noch nichts entschieden.

« Eine kleine Fouer in der Nachbarschaft »

Da das Virus wohl auch im Sommer das öffentliche Leben beeinflussen wird, wurde auch die Schueberfouer 2020 abgesagt. «Ein sehr harter Schlag» für die «schwer betroffenen» Kirmesarbeiter, räumt Lydie Polfer ein.

«Die Fouer wurde nur während der Kriege aufgehoben», so die Bürgermeisterin im Hinblick auf die lange Geschichte des Volksfestes. Dies zeigt, wie ernst die Gesundheitssituation ist. Als «Ersatz» für die Großveranstaltung werden wahrscheinlich kleine Fahrgeschäfte an verschiedenen Orten in der Hauptstadt eingerichtet, um zumindest in kleinem Rahmen für Unterhaltung zu sorgen. «Es wird eine sehr kleiner Fouer in der Nachbarschaft sein», fasst Polfer zusammen.


(Thomas Holzer/L'essentiel)

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