Der französische Ministerpräsident hat am Mittwoch die geplante und heftig umstrittene Rentenreform vorgestellt. Gewinner sind laut ihm insbesondere die Frauen.
Die französische Regierung will eine Grundrente von 1000 Euro einführen und das gesetzliche Rentenalter bei 62 Jahren belassen.
«Wir werden die Bevölkerung durch ein Rabatt- und Prämiensystem ermutigen, länger zu arbeiten», sagte Ministerpräsident Edouard Philippe am Mittwoch bei der Vorstellung der Details der umstrittenen Rentenreform.
Ausnahmen für Feuerwehr, Polizei und Soldaten
Das System zahlreicher Sonderregelungen werde durch ein einheitliches Rentensystem ersetzt, sagte Philippe. Dennoch soll es Ausnahmen geben. So sollen Feuerwehrleute, Soldaten und Angehörige der Polizei weiterhin früher in Rente gehen können.
Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll mindestens 1000 Euro pro Monat an Rente beziehen. «Die Frauen werden die großen Gewinnerinnen des einheitlichen Systems werden», sagte Philippe.
Wegen der Rentenreform sind in den vergangenen Tagen Tausende auf die Straßen gegangen. Der öffentliche Verkehr war dadurch in vielen Gebieten zum Erliegen gekommen.
(L'essentiel/vro/sda)
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