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Dienstag, 26. Oktober 2021 17:56

John Wayne Gacy

Weiteres Opfer von «Killer-Clown» identifiziert

In den 70er-Jahren ermordete John Wayne Gacy mindestens 33 junge Männer. Als Clown verkleidet inspirierte der Serienkiller Stephen King zum Erfolgsthriller «Es».

Der Serienmörder John Wayne Gacy, auch als «Killer Clown» bekannt, wurde 1980 wegen der Tötungen von mindestens 33 jungen Männern verurteilt und 1994 hingerichtet. Am Montag gaben die Behörden in Illinois bekannt, dass ein weiteres Opfer habe identifiziert werden können, schreibt «The Guardian». Francis Wayne Alexander war wohl 21 oder 22 Jahre alt, als Gacy ihn ermordete.

Nicht alle Opfer bekannt

Francis Wayne Alexander konnte anhand einer DNA-Probe identifiziert werden. Die Überreste des jungen Mannes wurden unter dem Haus von Gacy in Norridge, in der Nähe von Chicago gefunden. Insgesamt konnten die Gebeine 26 verschiedenen Männern zugeordnet werden. Noch immer sind nicht alle Opfer identifiziert. Die Schwester des Toten, Carolyn Sanders, sagte zum Sheriffbüro, sie sei froh, dass es für die Familie eine Art Abschluss gebe. «Selbst 45 Jahre später ist es schwer, das Schicksal unseres geliebten Francis zu kennen. Er wurde von einem abscheulichen und bösen Mann getötet. Unsere Herzen sind schwer und unser Mitgefühl gilt den Familien der anderen Opfer», sagt Sanders.

Zwischen 1972 und 1978 erstach oder erwürgte Gacy mindestens 33 junge Männer und verscharrte die Leichen unter anderem in einem Kriechkeller unter seinem Haus. Die Männer waren zwischen 14 und 21 Jahre alt, schreibt «Bild».

Als «Killer Clown» wurde Gacy bekannt, weil er auf Straßenfesten als Clown verkleidet für Kinder auftrat. In dem selbst genähten Kostüm soll er auch seine Morde begannen haben. Später tauchte der Horror-Clown wieder auf. Im Thriller «Es» von Stephen King, dem der Serientäter als Inspiration diente.

Zehnfache Todesstrafe

Gacy wurde 1980 verurteilt. 21-mal lebenslänglich und zwölfmal Todesstrafe – so das Rekord-Urteil. Reue zeigte der Angeklagte nicht. Mit der Giftspritze wurde er 1994 im Alter von 52 Jahren letztlich hingerichtet. Dazu brauchte es zwei Anläufe. Beim ersten Mal gab es Probleme mit der Injektion. Mehr als 1000 Leute bejubelten damals den Tod des 52-Jährigen vor der Anstalt.

Gacy suchte sich meist junge Männer aus, die nicht so schnell vermisst würden. Minderjährige Ausreißer, Obdachlose oder männliche Prostituierte. Er lockte die Männer in sein Haus, vergewaltigte und folterte sie, bevor er sie schlussendlich erstach oder erwürgte.

Genaue Opferzahl unbekannt

Wie viele Opfer es genau waren? Dieses Geheimnis nahm Gacy mit ins Grab, genau so wie die Orte, wo die Leichen liegen. Zu einem Ermittler soll Gacy auf die Frage nach dem Ort damals gesagt haben: «Nein, ich werde es euch nicht sagen. Das müsst ihr selber herausfinden. Ihr Jungs seid die Detektive.»

Der damalige Ermittler ging davon aus, dass es an die 45 Männer sein könnten. Heißt, zwölf hätte man noch nicht einmal gefunden und dass, obwohl der Täter seit 27 Jahren tot ist.

(L'essentiel/Angela Rosser)

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